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Thophi
22.06.2011, 12:49
Damit nicht der - vielleicht gar nicht gewollte? - Eindruck entsteht, in Drogen schlittere man so einfach hinein.

Wo liest du das raus?

Schnatz
22.06.2011, 12:54
Meinst Du meine Aussage bzw. den Zusammenhang?
Oder meinst Du, warum Antidepressiva nicht auf der Dopingliste (zumindest im Fußball) stehen?

Du schreibst: Genauso verurteile ich die WADA und NADA, da Antidepressiva nicht auf der Dopingliste stehen. Ansonsten hätte man Robert Enke vielleicht helfen können.

Warum hat er sie dann nicht genommen? Hab das nur am Rande verfolgt. Den Sinn von Fussball hab ich noch nie verstanden.

Kölscher Jung
22.06.2011, 12:55
Sowas kann jedem passieren. Auch Lena.

Achte auf meine Worte. Ich schrieb, dass ich es mir bei Lena niemals vorstellen kann und nicht, dass es ihr niemals passieren wird.

eternity
22.06.2011, 13:09
Du schreibst: Genauso verurteile ich die WADA und NADA, da Antidepressiva nicht auf der Dopingliste stehen. Ansonsten hätte man Robert Enke vielleicht helfen können.

Warum hat er sie dann nicht genommen? Hab das nur am Rande verfolgt. Den Sinn von Fussball hab ich noch nie verstanden.

Naja, er nahm ja Antidepressiva jahrelang. Und wäre er bei Dopingtests darauf untersucht worden (weil es auf der Dopingliste gestanden hätte), hätte man gemerkt, dass er psychisch krank ist. Genau darauf hätten dann die Verantwortlichen (in den Vereinen und beim DFB - also die Trainer, Sportärzte, Manager) reagieren können und ihn von dem Druck, also den Spielen "beurlauben" können. So gab es also nie den offiziellen Nachweis, dass er krank war und logischerweise konnte ihm dann auch nicht von der beruflichen Seite aus geholfen werden. Es war aber immer sein Wunsch, zu spielen... Ich bin da absolut kein Experte, ich weiss nicht, was für ihn besser gewesen wäre, wie man ihm helfen hätte können, das ist alles zu kompliziert. Aber ich finde es einfach besser, wenn die Verantwortlichen wissen, wenn jemand krank ist und nicht, dass es verschwiegen wird.
Und ich bin mir sicher, dass es noch ganz viele andere Sportler gibt, die Antidepressiva nehmen, man es ihnen aber nicht nachweist, weil nicht daraufhin untersucht wird. Ich hätte eben dann die Hoffnung, dass sich so ein Fall nicht wiederholt, aber das ist wohl alles ein unrealistisches Wunschdenken von mir. Aber jetzt bitte wieder zurück zu Amy...

Thophi
22.06.2011, 13:29
Achte auf meine Worte. Ich schrieb, dass ich es mir bei Lena niemals vorstellen kann und nicht, dass es ihr niemals passieren wird.

Du kannst es dir bei Lena nicht vorstellen, glaubst aber trotzdem, das es ihr passieren könnte. Gut, dann hab ich dich falsch verstanden. Alles also eine Frage der mangelnden Fantasie. ;)

Schnatz
22.06.2011, 13:40
Naja, er nahm ja Antidepressiva jahrelang. Und wäre er bei Dopingtests darauf untersucht worden (weil es auf der Dopingliste gestanden hätte), hätte man gemerkt, dass er psychisch krank ist. Genau darauf hätten dann die Verantwortlichen (in den Vereinen und beim DFB - also die Trainer, Sportärzte, Manager) reagieren können und ihn von dem Druck, also den Spielen "beurlauben" können. So gab es also nie den offiziellen Nachweis, dass er krank war und logischerweise konnte ihm dann auch nicht von der beruflichen Seite aus geholfen werden. Es war aber immer sein Wunsch, zu spielen... Ich bin da absolut kein Experte, ich weiss nicht, was für ihn besser gewesen wäre, wie man ihm helfen hätte können, das ist alles zu kompliziert. Aber ich finde es einfach besser, wenn die Verantwortlichen wissen, wenn jemand krank ist und nicht, dass es verschwiegen wird.
Und ich bin mir sicher, dass es noch ganz viele andere Sportler gibt, die Antidepressiva nehmen, man es ihnen aber nicht nachweist, weil nicht daraufhin untersucht wird. Ich hätte eben dann die Hoffnung, dass sich so ein Fall nicht wiederholt, aber das ist wohl alles ein unrealistisches Wunschdenken von mir. Aber jetzt bitte wieder zurück zu Amy...


Nee, nee, nee, da kannst Du auch gleich den Pharmahersteller verantwortlich machen. Druck gibts ja nicht nur im Sport. Das ist zu sehr um die Ecke gedacht.

Ich meinte wieso schreibt er denn "nicht", das ist gut. Stell Dir mal vor die staenden auf der Liste. Kein Sportler koennte sich mehr behandeln lassen. Die muessten entweder die Karriere aufgeben oder unbehandelt bleiben und es verheimlichen, oder sich illegal helfen.

Es ist vielleicht hart, aber jeder ist erstmal fuer sich selber verantwortlich. Wenn man nicht offenlegt, das es einem schlecht, kann man auch niemanden vorwerfen, das man ihm nicht geholfen hat.

Matthias77
22.06.2011, 13:53
...
Ansonsten, der Kuenstler ist ein Produkt, fuer das Management ein Gegenstand der sich vermarkten und zu Geld machen laesst. Verantwortung wird hoechtens soweit uebernommen, den Geldsegen nicht versiegen zu lassen. Die Gesellschaftordung heisst immer noch Kapitalismus, also Gewinn und Renditemaximierung ohne Ruecksicht auf Verluste.

Und du glaubst ernsthaft, dass Lena mit solchen Leuten zusammenarbeiten würde?

Sorry, aber dass ist einfach nur Schwachsinn. Stammtischgerede auf unterstem Niveau. Alle Menschen sind schlecht. Der böse Kapitalismus. ... :-! Zu solch dummen Geschwätz fällt mir echt nichts mehr ein. :hmm:

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Was die negativen Aspekte des Künstlerberufs angeht:

Momentan scheint es doch eher so, dass sie sich durch ihren neuen Berufs- und Lebensweg noch positiver entwickelt, als sie es ohne die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ohnehin schon getan hätte.

Sie sagt, dass sie regelmäßig ins Fitnessstudio geht, dass sie mit dem rauchen aufgehört hat, dass sie keinen Alkohol mehr trinkt, dass sie einen Theaterbesuch einer wilden Party vorzieht, dass sie durch den Beruf sogar neue Freunde gefunden hat ... sie liest viel, macht sich Gedanken über ihre Zukunft, sucht Ergänzungen oder evtl. auch Alternativen zum Künstlerleben (z.B. Studium), sie haut das neu verdiente Geld nicht gleich wieder zum Fenster raus, ... man kann die Liste noch lange fortsetzen.

Es währe fahrlässig zu sagen: "Sowas wie den anderen, kann Lena nie passieren." Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Leben einen Verlauf wie bei Amy Winehouse oder Robert Enke nimmt, ist doch äußerst, äußerst unwahrscheinlich. Dafür sind ihre Lebenseinstellung und die momentanen Zukunftsaussichten einfach viel zu positiv.

Doktor Landshut
22.06.2011, 14:11
Sie sagt, dass sie regelmäßig ins Fitnessstudio geht, dass sie mit dem rauchen aufgehört hat, dass sie keinen Alkohol mehr trinkt, dass sie einen Theaterbesuch einer wilden Party vorzieht...

Was für eine langweilige Person... ich glaube, ich muß mir mein weiteres Lenafansein noch mal durch den Kopf gehen lassen ;)

bates
22.06.2011, 14:17
Was für eine langweilige Person... ich glaube, ich muß mir mein weiteres Lenafansein noch mal durch den Kopf gehen lassen ;)

Dass sie keinen Alkohol mehr trinkt, hat sie nie anders als im Scherz gesagt, und noch bei der Echo-Feier hat man sie ja auf frischer Tat ertappt (Long Island Ice Tea! Alter!), wenigstens hier kann also Entwarnung gegeben werden :).

Ansonsten ergeht sich dieser Thread hier ja ganz schön in Fernpsychologie und Ferndiagnosen, wie ich finde.

eternity
22.06.2011, 14:24
Es ist vielleicht hart, aber jeder ist erstmal fuer sich selber verantwortlich. Wenn man nicht offenlegt, das es einem schlecht, kann man auch niemanden vorwerfen, das man ihm nicht geholfen hat.

Nicht er hat irgendjemandem vorgeworfen, dass ihm nicht geholfen wurde (er war ja in ärztlicher Behandlung), sondern ich habe ja diesen Vorwurf gegen die Dopingagenturen angebracht.
Als Mensch des öffentlichen Lebens ist es aber nicht gerade einfach, öffentlich bekannt zu geben, dass man Probleme (welcher Art auch immer) hat und dann noch gleichzeitig seinen Beruf, mit dem man sein Geld verdient, vielleicht aufgeben zu müssen. Dieses "Verstecken" / "Schauspielern" muss doch eine enorme zusätzliche Kraft kosten. Ganz verzwickte Angelegenheit ist das!
Ich versuche eben, mich sehr oft in andere Menschen hineinzuversetzen, um deren Handeln verstehen zu können, vielleicht ist das ein Fehler von mir :hmm: