Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lena passt nicht zu sonstigem Musikgeschmack
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gauloises
27.09.2010, 02:35
Mainstream ist zwar ein kaum hilfreicher Begriff, aber es gab schon zu allen Zeiten Musik, die gezielt für den Massengeschmack gemacht wurde und andere. Eins ist aber klar: Je mehr Platten man verkaufen will, umso simpler muss sie (die Musik) sein. Das betrifft allerdings nicht nur die Musik, sondern alle Bereiche der Kultur oder des Lebens. Was die Hoffnung auf ein 'anderes' zweites Album angeht: Die habe ich nicht.
Weder Universal, noch Brainpool, noch Lena selbst können ein Interesse daran haben, Teile des enormen Käuferpotenzials (x mal Platin) zu verprellen.
Soweit ich weiß, spielt für Dich Kate Nash in einer ganz anderen (besseren) Liga. Kurze Frage: Verkauft sie sooo wenig Platten? Bzw. wo ist die Grenze?
Mainstream, Massengeschmack: Begriffe, mit denen ich nix anfangen kann. :hmm:
Auch "simpel" ist für mich kein geeignetes Kriterium.
Innovativ/konservativ ist mir auch völlig wurst. Es gibt schlechte Musik, die sich innovativ gebärdet und gute Musik, die schon vor Jahrhunderten nicht schlechter oder besser war als heute.
JohannesB
27.09.2010, 03:13
wo ist die Grenze?
Die gibt es wohl (leider ?) nicht. Allerdings kann ich mir z.B. Kate Nash nicht bei einem ESC oder anderen Castingshows vorstellen ;)
Ich möchte den Vergleich auch gar nicht weiter verfolgen - zu unterschiedlich sind dazu die musikalischen Werdegänge. Mich hat es eben auch nicht sonderlich gewundert, dass Lena Kate Nashs zweites - rücksichts- bzw. kompromisslosere - Album nicht gefallen hat. (Und das ist schon erstaunlich, da sie sonst ja fast alles supi oder geil oder zumindest interessant findet.)
Lena hat selbst gesagt, dass sie nie Schlagersängerin werden wollte. Nun ist sie es erstmal für eine gewisse Zeit geworden. Was danach kommen wird, wird man sehen. Und wenn sie sich von den Raab/Universal- oder sonstigen Marktzwängen freimachen kann oder will, werde ich mich auch mit ihr als Musikerin auseinandersetzen können.
Bis dahin interessiert sie mich als unglaublich bezaubernder Mensch und als 'Medienwunder' wesentlich mehr.
gauloises
27.09.2010, 03:21
Bis dahin interessiert sie mich als unglaublich bezaubernder Mensch
Das glaube ich erst an dem Tag, an dem Du ein authentisches " :wub: " postest.
;)
dass Lena Kate Nashs zweites - rücksichts- bzw. kompromisslosere - Album nicht gefallen hat.
Dann war das erste Album also rücksichts- bzw. kompromissvoller, mithin Mainstream?
Mainstream, Massengeschmack: Begriffe, mit denen ich nix anfangen kann. :hmm:
Auch "simpel" ist für mich kein geeignetes Kriterium.
Innovativ/konservativ ist mir auch völlig wurst. Es gibt schlechte Musik, die sich innovativ gebärdet und gute Musik, die schon vor Jahrhunderten nicht schlechter oder besser war als heute.
Seh ich genauso. Mal ganz davon abgesehen: Was ist denn heutzutage in der Musik überhaupt noch wirklich innovativ? Was denn gesamten Pop/Rock-Bereich anbelangt gab es alles schonmal. Zwölftonmusik oder atonale Musik ist auch nichts neues mehr. So gesehen gibt es eigentlich nur noch "konservative" Musik.
Den Post von Bates könnte ich übrigens komplett kopieren und als meinen ausgeben. :D
Axel1954
27.09.2010, 10:26
...ach herrje :D
...mein Musikgeschmack ist so breit gefächert, da paßt (außer Volks- und volkstümelnder Musik)
Also mit dem Begriff Volksmusik musst du etwas vorsichtiger umgehen, ich nehme mal an du meinst mit dieser Bezeichnung das Umtata alpenländischer/böhmisch/mährische/nord balkanesischer provinienz.
Aber volksmusik ist viel breiter angelegt zB die Musik der Polynesier, Indianer (nord/süd), Asiaten, Afrikaner, West/Nord/Südeuropäer fällt auch unter Volksmusik da sind einige mit denen ich zB sehr wohl was anfangen kann.
Axel
Klassik, Rock, HipHop, Pop, Rap, grunzender Death Metal etc..., egal welches Etikett man drauf klebt, es ist Musik. Und in jedem dieser so etikettierten Bereiche gibt es einige wenige Perlen und ansonsten viel Auschuss. Ich kann jedem der mit einer Musikrichtung nichts anfangen kann nur raten auf die Suche nach diesen besagten Perlen zu gehen und die oben genannten Etiketten werden dann schon bald für einen selbst an Bedeutung verlieren.
Und ja, mn muß deutlich zwischen Volksmusik und volkstümlicher Musik unterscheiden. Volksmusik ist traditionelle, in einer Region gewachsene Musik und hat somit immer einen großen kulturellen Wert.
Wikipedia: Volksmusik bezeichnet zum einen die traditionelle, häufig schriftlos überlieferte Musik. Sie ist für bestimmte Regionalkulturen charakteristisch oder wird dafür gehalten. Sie umfasst Volkslieder, instrumentale Stücke und Musik für Volkstanz.
Volkstümliche Musik hingegen bedient sich einiger Elemente der Volksmusik und fürt diese aber in 99.999999% der Fälle ad adsurdum:
Wikipedia: Volkstümliche Musik bezeichnet allgemein den Bereich der Unterhaltungsmusik, der stark mit Anleihen aus der Volksmusik arbeitet und kommerziell auch unter diesem Begriff angeboten wird.
Von der Volksmusik unterscheidet sich die volkstümliche Musik neben musikalischen Unterschieden unter anderem dadurch, dass sie von namentlich bekannten Musikern stammt und kommerziell vermarktet wird. Sie zeichnet sich durch die Konzentration auf rührselige, fröhliche und heimatbezogene Themen aus, während sich in der tradierten Volksmusik daneben auch traurige, zornige, politische oder obszöne Lieder finden. Volkstümliche Musik entsteht unter modernen Produktionsbedingungen, arbeitet mit akustischen Effekten, die Lieder sind neu und haben keinen geschichtlichen Hintergrund.
Axel1954
27.09.2010, 14:51
Wobei man da dann auch unterscheiden muß zwischen kommerzieler Verwurstung ala Musikantenstadel und experimenteller oder moderner Musik die sich volkstümlicher Grundlagen bedient, dazu gehört zB Hubert von Goisern, Haindling u.Ä. und dann im weiteren auch noch Etno Pop, der ja auch auf volkstümlicher Basis steht, ob nun afrikanisch, amerikanisch oder sonst wie.
Axel :hi:
Wobei man da dann auch unterscheiden muß zwischen kommerzieler Verwurstung ala Musikantenstadel und experimenteller oder moderner Musik die sich volkstümlicher Grundlagen bedient, dazu gehört zB Hubert von Goisern, Haindling u.Ä. und dann im weiteren auch noch Etno Pop, der ja auch auf volkstümlicher Basis steht, ob nun afrikanisch, amerikanisch oder sonst wie.
Axel :hi:
Ja, hast natürlich völlig recht. :thumbsup:
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