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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!



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earplane
07.02.2014, 17:07
Aber ist diese "ich rede nicht über mein Privatleben"-Eigenschaft ein konstituierendes Element für Lena? So wichtig, dass sich alle Vergleiche verbieten?
Ja, ist es zumindest für mich. Das Problem der Dschungelcamper und DSDS Nasen und sonstiger Scripted Reality Opfer ist ja dass man schon alles über sie weiß. Auch vieles was man nie wissen wollte. Da bleibt kein Raum für Phantasie, da gibt es nichts mehr zum entdecken, da fehlt die Überraschung. Ein wesentlicher Teil von Lenas Faszination ist dass man selbst als jahrelanger Fan noch nicht genau vorhersehen kann wie sie reagiert, was sie als nächstes tut. Dass sie einen immer wieder verblüffen kann.

Doktor Landshut
07.02.2014, 17:37
...dass man selbst ... noch nicht genau vorhersehen kann wie sie reagiert, was sie als nächstes tut. Dass sie einen immer wieder verblüffen kann.

Das geht mir mit meiner Lebensgefährtin ganz genauso, dagegen ist Lena die Berechenbarkeit in Person ;).

(Ich spiele hier gerade Dschungelcamp und lasse mal was privates von mir raus :D ).

JohnRed
08.02.2014, 03:31
Okay, wer mit dem Dschungelcamp nichts anfangen kann, hat anscheinend mit dem Vergleich Probleme, und das ist durchaus verständlich. Allerdings fügt sich "Ich bin ein Star" eben nicht nahtlos in die Reihe DSDS-Supertalent-Scripted Reality ein, sondern ist eine intelligente(!), selbstironische, satirische Unterhaltungssendung, die den Rest des auf den ersten Blick durchaus vergleichbaren RTL-Programms qualititativ eben doch weit übersteigt; jedenfalls geht es mir so, und eine durchaus erstaunliche Akzeptanz der Sendung ist ja mittlerweile auch bei sog. Kulturjournalisten und dem Zeitungsfeuilleton zu beobachten. Aber es geht mir auch mehr um die Person, als um die Sendung.

Im Übrigen fand ich die Larissa Marolt durchaus "unberechenbar", jedenfalls ist es zum ersten Mal einem Dschungelcamp-Teilnehmer gelungen, im Laufe der Sendung seine öffentliche Wahrnehmung zu "drehen", und dabei hat sie sich schließlich weit entfernt von dem, wofür RTL sie eingekauft hat ("hysterische Zicke"). Ich habe bei ihr eben nicht das Gefühl, "alles zu wissen". Zumal ich nicht mal abschätzen kann, wie sehr sie sich selbst inszeniert oder gar spielt. Über ihr Intim-/Privatleben schweigt sie durchaus, wenn auch nicht mit Lena in den Anfangsjahren vergleichbar. Die paar Geschichten über "lustige" Hotelangestellte, die damit, glaube ich, durchaus umgehen können, sprechen mM nicht wirklich dagegen.

Ich gebe zu, dass dieser Vergleich mich vielleicht auch einfach nur nostalgisch in Bezug auf Lena gemacht hat...jedenfalls hat er mich motiviert, nach längerer Abwesenheit mal wieder dieses forum zu besuchen.

tisch
08.02.2014, 09:54
... "Ich bin ein Star" ... ist eine intelligente(!) ... Unterhaltungssendung ...

Beziehst Du diese Einschätzung auch auf die Kandidaten, die sich in das Dschungelcamp begeben?

JohnRed
09.02.2014, 23:26
Beziehst Du diese Einschätzung auch auf die Kandidaten, die sich in das Dschungelcamp begeben?

Ich habe das Gefühl, es könnte sich hier um eine Fangfrage handeln.:) Ich würde allerdings antworten, dass es natürlich sehr viele Kandidaten in der Sendung gegeben haben mag, die sicherlich nicht intelligent waren, wobei "intelligent" nicht mit "intellektuell" verwechselt werden sollte, was dann doch eine etwas zu hohe Erwartung darstellen würde...ich denke auch nicht, dass aus Sicht von RTL die Intelligenz der Bewohner notwendige Voraussetzung für den Erfolg ist. Aber ich bleibe dabei: das Dschungelcamp ist exzellent gemachtes Unterhaltungsfernsehen mit Niveau, unabhängig davon, welche Blödköppe da schon mitgemacht haben. Wer sich im Dschungel "gut" präsentiert (ob nun echt oder geschauspielert; lustig; menschlich/charakterlich überzeugend; weil er alle Prüfungen macht; oder aus welchem Grund auch immer), kann davon profitieren, und aus deren Sicht war die Teilnahme dann auch klug. Wer die Dschungel-Bühne nicht nutzen kann (und da fallen einem dieses Jahr einige ein!), bei dem eben nicht.

tisch
10.02.2014, 00:24
(Fangfrage könnte es einerseits treffen.)

Aber eigentlich interessiert mich, ob die Kandidaten durch ihre Teilnahme im Camp inzwischen Anerkennung erhalten. An anderer Stelle wurde von "Leistung" geschrieben, wenn eine Dschungelprüfung erfolgreich absolviert wurde. Ich habe auch das Gefühl, dass es eine Form von "Hochachtung" gibt, wenn ein Kandidat irgendwelche Sache in sich reingegessen hat oder es mit unangenehmen Getier längere Zeit ausgehalten hat.

Und da fängt die Sache an, spannend zu werden. Werden wir bald den Dschungelcamp-Kandidaten ähnliche Anerekennung zollen, wie z.B. Boxern, deren Ziel es ist, dem Gegner so lange auf den Schädel zu schlagen, bis dessen Druck im Hirn so hoch steigt, dass er bewusstlos wird. Also ein total verstörender Sport, den man bei genauerem Nachdenken nur als absolut krank bezeichnen kann. Trotzdem erfahren erfolgreiche Boxer maximale Anerkennung. Ich frage mich also, ob wir die Dschungelcamper in einigen Jahren genauso verehren werden wie die Klitschko-Brüder, Henry Maske oder ähnliche Boxlegenden. :gruebel:

Queeny
10.02.2014, 01:01
[...]

Ja sicher doch und dann verehren wir noch die Gaffer, die die Rettungskräfte bei der Arbeit behindern und kilometerlange Staus verursachen. RTL schickt dann ein Team hin und macht eine Liveshow draus und wir nennen es dann "exzellent gemachtes Unterhaltungsfernsehen mit Niveau". :nein:

Pinocchio
10.02.2014, 14:04
http://rtl-now.rtl.de/ich-bin-ein-star-holt-mich-hier-raus/live-video-chat-mit-larissa-marolt.php?film_id=144031&player=1&season=8

Ein sehr interessantes Interview mit Larissa.

JohnRed
10.02.2014, 22:51
(Fangfrage könnte es einerseits treffen.)

Aber eigentlich interessiert mich, ob die Kandidaten durch ihre Teilnahme im Camp inzwischen Anerkennung erhalten. An anderer Stelle wurde von "Leistung" geschrieben, wenn eine Dschungelprüfung erfolgreich absolviert wurde. Ich habe auch das Gefühl, dass es eine Form von "Hochachtung" gibt, wenn ein Kandidat irgendwelche Sache in sich reingegessen hat oder es mit unangenehmen Getier längere Zeit ausgehalten hat.

Und da fängt die Sache an, spannend zu werden. Werden wir bald den Dschungelcamp-Kandidaten ähnliche Anerekennung zollen, wie z.B. Boxern, deren Ziel es ist, dem Gegner so lange auf den Schädel zu schlagen, bis dessen Druck im Hirn so hoch steigt, dass er bewusstlos wird. Also ein total verstörender Sport, den man bei genauerem Nachdenken nur als absolut krank bezeichnen kann. Trotzdem erfahren erfolgreiche Boxer maximale Anerkennung. Ich frage mich also, ob wir die Dschungelcamper in einigen Jahren genauso verehren werden wie die Klitschko-Brüder, Henry Maske oder ähnliche Boxlegenden. :gruebel:

Eine beunruhigende Idee!^^ Ich möchte allerdings noch sagen, dass ich die Sendung nicht wegen der Dschungelprüfungen gucke, sondern vor allem wegen der Moderationstexte und der "gruppendynamischen Prozesse" unter den Teilnehmern, was ich wesentlich unterhaltsamer finde als die Ekelprüfungen. Ich kenne viele, denen das ähnlich geht. Insofern glaube ich auch nicht, dass das "Leistungsprinzip" bei den Prüfungen so wichtig ist. Allerdings stimmen wohl einige in der Tat danach ab, wer dort am überzeugendsten ekelhafte Dinge isst. Deswegen hat ja auch Melanie am Ende gewonnen, und nicht Larissa.

Zampano
10.02.2014, 23:03
Ich kenne viele, denen das ähnlich geht.

Ich bin da ganz bei dir...

Die Freßprüfungen könnten sie meinetwegen gerne durch Geschicklichkeitsprüfungen ersetzen, dieser "Reiz" an der Show ist schon lange verflogen... aber es ist schon interessant zu sehen, wie sich die Charaktere im Laufe der 2 Wochen entwickeln... man muß es natürlich auch einigermaßen konsequent schauen und nicht nur alle paar Tage mal reinzappen, um sagen zu können, man hätte es gesehen...

Man muß das Konzept ja nicht mögen und nicht schauen, aber man sollte den anderen den Spaß doch einfach gönnen, ohne ständig ungefragt beleidigend zu werden... (ich meine jetzt niemand speziellen hier, sondern alle, die sich bei jeder Staffel extrem ereifern...)