Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 22.03.2012 - ECHO 2012 in Berlin - Lena 2 x nominiert
eternity
24.03.2012, 14:15
PS: Was hat es eigentlich mit diesen ominösen 23 Jahren auf sich ab denen es bergab geht. War das damals bei USFO für Lena noch so lichtjahrig entfernt, daß sie danach nur noch "viele viele" gezählt hätte oder gibt es eine konkrete Assoziation oder ist es tatsächlich so, daß - medizinisch gesehen - der Mensch ab 23 wieder abbaut ?
Gute Frage ;)
Das weiß aber leider nur Lena, wieso sie ausgerechnet auf die 23 kam :hmm: Oder?
Das ist ja auch wirklich sehr praktisch in einem Fan-Forum: Weiterentwicklung wird grundsätzlich als positiv definiert, indem es mit dem grundsätzlich als negativ charakterisierten Stillstand kontrastiert wird, so dass alles Neue, was der Star von sich hören oder sehen lässt - einschließlich neuer Mode, Alben, Verhaltensweisen - prinzipiell immer ganz toll ist. Eine andere Logik ist ja für den echten Fan auch gar nicht möglich, schließlich würden negative Entwicklungen dem Göttinnen-Status von Lena widersprechen... *schauder*
Auch hierzu noch mal ein paar Worte:
Und womit?
Mit Recht!
:P
Jawoll!!!!
Oder mal ernsthafter: Es ist wirklich nichts schlimmer als Stillstand in der persönlichen Entwicklung. Eine Weiterentwicklung kann natürlich auch einmal in eine "falsche" Richtung gegehen. Aber dann hat man die Möglichkeit, das festzustellen und sich zu ändern. Und diese Möglixchkeit ist nur vorhanden, wenn man an sich arbeitet und sich eben weiter entwickelt.
Auf den Pappnasenvorwurf, dass hier alle alles von Lena gut finden, gehe ich nicht mehr ein, er ist zu billig.
Noch mal zur Sache selbst: Wie gibt sich Lena zur Zeit?
Lena hat ja im Zeit-Interview geäußert, dass sie ihre Leichtigkeit zurück gewinnen möchte. Und dass sie sich nicht mehr zeigen möcvhte, wenn sie mal besonders schlecht drauf ist (In meinen Worten ausgedrückt). Und genau so verhält sie sich zur Zeit. Sie macht einen ausgesprochen fröhlichen Eindruck. Man kann natürlich auch sagen: Sie hat sich entschlossen weniger Ecken und Kanten zu zeigen und verhält sich angepasster als zu Beginn ihrer Karriere. anders ausgedrückt: Sie hat sich entschlossen höflich und positiv zu bleiben auch wenn sie eigentlich zickig drauf ist. Genau so empfinde ich sie zur Zeit. Beim Kurzinterview auf dem Echo-Teppich hat sie sogar einmal kurz nachgefragt, ob irgendetwas jetzt unhöflich war. Offensichtlich will sie ihr Negativimage als Zicke los werden.
Was halte ich davon? Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wobei das lachende aber überwiegt. Ich kann aber auch nachempfinden, dass bei dem einen oder anderen das weinende Auge größer ist. Mir hat ihre spontane Art ("Jan Delay finde ich Scheiße" ;) ) immer gut gefallen. Sie war allerdings stets mit einem kleinen Augenzwinkern versehen und ich hoffe, dass sie diese spontane Art beibehält. Davon deutlich trennen möchte ich ihr "zickiges" Verhalten. Mir hat es einerseits auch gefallen, dass sie beim Elstner-Interview und bei Durch die Nacht mit nicht verborgen hat, dass sie schlecht drauf war. Sie hat sich da für mich sehr unhöflich, eben wie ein zickiger Teenager verhalten. Und das finde ich andererseits nicht gut, wenn man sowas dauernd nach draußen tragen würde. Wenn sie erkannt hat, dass sie für diese Haltung teilweise durchaus zu Recht kritisiert worden ist, dann finde ich auch das eine Weiterentwicklung, die mich freut. Es ist ein Teil des Erwachsen werdens, sich höflich zu verhalten, auch wenn einem eher nach zickig ist. Deswegen muss man beileibe keine kritikloser oder gar angepasster Mensch sein.
Doktor Landshut
24.03.2012, 14:19
Gute Frage ;)
Das weiß aber leider nur Lena, wieso sie ausgerechnet auf die 23 kam :hmm: Oder?
Vielleicht ist folgendes ja des Rätsels Lösung... ;)
Die Dreiundzwanzig sowie ihre Quersumme 5 werden in Robert Anton Wilsons und Robert Sheas Romanreihe Illuminatus in einer selbst erdachten Numerologie als Zahlen des Unglücks, der Zerstörung sowie nicht zuletzt der Illuminaten bezeichnet.
„23 Skidoo“ war eine in den USA der 1920er Jahre sehr bekannte Redewendung. Sie bedeutet so viel wie "rasch abhauen" oder "abhauen, solange es noch gut geht".
Und jetzt haben ihr auch noch Sido und Bushido mit "23" den Echo weggeschnappt. Das hat doch alles was zu bedeuten :hmm:
Wollte ich eigentlich oben noch dazu schreiben, bin aber gestört worden:
Das war einfach spontan rausgehauen, typisch Lena eben :D
Es gibt bestimmte Leitmedien in unserem Land. Die Süddeutsche Zeitung gehört dazu. Und wenn Lena nach längerer Sendepause dort auf dem Titel und mit einem ausführlichen Interview erscheint, wird dieses von allen Feuilletonisten, Musikredakteuren, Gesellschaftsreportern und Medienbeobachtern gelesen und eingeordnet.
Es gibt auch Fernsehsendungen, die von dieser Gruppe der Meinungsmacher als relevant eingeordnet wird. Der „Echo“ gehört auf jeden Fall dazu und wird anschließend traditionell verrissen. So etwas wie die „Ultimative Chart-Show“ gehört zum Beispiel nicht dazu. Auch bei TV total kann man äußern, was man will, ohne dass es größere öffentliche Beachtung findet. Der „Bundesvision Songcontest“ gehört erstaunlicherweise zur ersten Gruppe. Was wurde Lena da hart kritisiert für ihre unvorbereiteten Backstage-Interviews!
Was wer beim Echo sagt ist also relevant für die Meinungsmacher.
Für etablierte Künstler wie Udo Lindenberg, Ina Müller oder Barbara Schöneberger besteht dort weniger Gefahr zum Absturz. Wenn jemand aus dieser Gruppe eine Moderation versiebt oder eine Laudatio vergeigt, kann er das locker wegstecken. Junge Künstler wie Clueso, Stefanie Heinzmann und gerade Lena haben diese Freiheit noch nicht. Sie stehen viel stärker unter Beobachtung, gerade wenn sie an der Schwelle zum etablierten und ernstzunehmenden Künstler stehen.
Deshalb ist so eine Laudatio, wie wir sie am Donnerstag von Lena erlebt haben, eben nichts, was man im Vorübergehen macht. Sie hat Auswirkungen auf das weitere Künstlerleben. Deshalb kann man hierbei nicht nur spontan handeln, sondern muss sich gut vorbereiten.
Darüber, wieweit Lena das am Donnerstag bewusst war und wieweit sie das mit ihrem Management vorher thematisiert hat, lässt sich nur spekulieren. In ihrem Unterbewusstsein hat es bestimmt mitgeschwungen.
Deshalb empfinde ich es als ungerecht ihr gegenüber, ihr zu starke Professionalität oder die Unterwerfung unter den Unterhaltungsbetrieb vorzuwerfen. Natürlich muss man nicht mögen, wie sie ihre Aufgabe am Donnerstag gelöst hat.
Mir hat es gut gefallen, weil sie gut vorbereitet war aber ihre eigene Art ihres sprachlichen Ausdrucks und ihres Hangs zur Ironie trotzdem untergebracht hat.
Und vor dem Hintergrund des zuvor Geschriebenen finde ich, dass es besser nicht hätte laufen können!
@ptp: Mein Statement im anderen Thread hatte ich schon seit Freitag Abend im Rechner. Deshalb fände ich es gut, wenn wir unsere Auseinandersetzung hier weiterführen würden. Allerdings stehe ich (leider) erst morgen wieder dafür zu Verfügung.
PS: Was hat es eigentlich mit diesen ominösen 23 Jahren auf sich ab denen es bergab geht. ... ist es tatsächlich so, daß - medizinisch gesehen - der Mensch ab 23 wieder abbaut ?Zumindest hört das Wachstum bei Menschen mit etwa 22-23 Jahren auf.
Für etablierte Künstler wie Udo Lindenberg, Ina Müller oder Barbara Schöneberger besteht dort weniger Gefahr zum Absturz. Wenn jemand aus dieser Gruppe eine Moderation versiebt oder eine Laudatio vergeigt, kann er das locker wegstecken. Junge Künstler wie Clueso, Stefanie Heinzmann und gerade Lena haben diese Freiheit noch nicht. Sie stehen viel stärker unter Beobachtung, gerade wenn sie an der Schwelle zum etablierten und ernstzunehmenden Künstler stehen.
Deshalb ist so eine Laudatio, wie wir sie am Donnerstag von Lena erlebt haben, eben nichts, was man im Vorübergehen macht. Sie hat Auswirkungen auf das weitere Künstlerleben. Deshalb kann man hierbei nicht nur spontan handeln, sondern muss sich gut vorbereiten.
Darüber, wieweit Lena das am Donnerstag bewusst war und wieweit sie das mit ihrem Management vorher thematisiert hat, lässt sich nur spekulieren. In ihrem Unterbewusstsein hat es bestimmt mitgeschwungen.
Deshalb empfinde ich es als ungerecht ihr gegenüber, ihr zu starke Professionalität oder die Unterwerfung unter den Unterhaltungsbetrieb vorzuwerfen. Natürlich muss man nicht mögen, wie sie ihre Aufgabe am Donnerstag gelöst hat.
Natürlich weiß ich, dass sie da unter einem gewissen Druck steht. Und ich könnte ihr auch nicht empfehlen, ihre total spontanen Auftritte von anderen Preisverleihungen zu wiederholen. Allerdings kann ich ihr auch nicht empfehlen, wie beim Echo geschehen, jetzt total in die andere Richtung zu gehen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Für mich ist Lena jedenfalls noch keine gute Rednerin, weil sie den für sie passenden Mittelweg noch nicht gefunden hat. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sofort merkt, wenn ein Vortrag auswendig gelernt oder zumindest inhaltlich sehr intensiv vorbereitet wurde. Das wirkt irgendwie künstlich und das ist bei Lenas Vortrag beim Echo nicht nur mir aufgefallen. Was mir immer geholfen hat, wenn ich vor vielen Menschen sprechen musste, ist das Aufstellen einer Gliederung und das Ausdenken von ein, zwei Pointen bzw. das Durchdenken von möglichen Fallstricken. Wenn man sich das vorher überlegt hat, dann kann man sehr sicher in einen Vortrag gehen, der trotzdem nicht auswendiggelernt wirkt. Das ist aber etwas, was Lena meinem Eindruck nach noch nicht richtig beherrscht.
Warum finde ich so einen Post unverschämt und arrogant ??
Weil er ohne zu argumentieren nicht etwa einen persönlichen Eindruck wiedergibt sondern quasi als Tatsache hinstellt, dass es etwas zu entschuldigen gäbe. Wenn jemand die - zugegeben angepasstere - Art, wie sich Lena zur Zeit darstellt, nicht gefällt, ist das völlig ok. Aber ist das ein Grund dafür, dass irgend jemand (oder gar Lena) etwas zu entschuldigen hätte??
ich finde es gibt keinen anderen Ausdruck als Arroganz dafür. Hier wird das eigene Empfinden zum allgemeingültigen Maßstab für die Ansichten des Forums und für Lena gemacht. Ich halte das für ein Grundproblem hier, das mir sehr auf die Nerven geht. Die Überhöhung der eigenen Eindrücke. Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass Lena ihren eigenen Weg in der Medien- und Musikwelt geht. Das mag einem an gewissen Stellen besonders gefallen oder auch nicht. Aber die große Keule, die da immer geschwungen wird, wenn etwas nicht der eigenen Erwartungshaltung entspricht, die nervt mich total.
:goodpost:
Der Abnabelungsprozess erfolgt scheinbar auch von einigen Fans. ;) Da kann man eine Entwicklung Lenas (egal ob negativ oder positiv) einfach nicht akzeptieren. Lena muss so bleiben wie bei My Same in der ersten USfO-Show.
Was die Gegner dieser persönlichen Entwicklung aber nicht verstehen: Von Anfang an wurde Lena geraten, sie solle so bleiben wie sie ist. Von Anfang an wurde aber auch bezweifelt, dass dies überhaupt möglich sei. Vergesst doch einfach mal diesen Quatsch mit Entwicklung in die zickige / in die konformistische Richtung und stellt euch stattdessen vor, man wirft euch über Nacht in dieses Showgeschäft. Tja, zu Anfangs ist natürlich alles neu und wahnsinnig crazy. Aber nach zwei Jahren im Business ist man einfach routinierter. Souveränität ist doch nicht gleichbedeutend mit Authentizitätsverlust... :hmm:
Natürlich weiß ich, dass sie da unter einem gewissen Druck steht. Und ich könnte ihr auch nicht empfehlen, ihre total spontanen Auftritte von anderen Preisverleihungen zu wiederholen. Allerdings kann ich ihr auch nicht empfehlen, wie beim Echo geschehen, jetzt total in die andere Richtung zu gehen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Für mich ist Lena jedenfalls noch keine gute Rednerin, weil sie den für sie passenden Mittelweg noch nicht gefunden hat. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sofort merkt, wenn ein Vortrag auswendig gelernt oder zumindest inhaltlich sehr intensiv vorbereitet wurde. Das wirkt irgendwie künstlich und das ist bei Lenas Vortrag beim Echo nicht nur mir aufgefallen. Was mir immer geholfen hat, wenn ich vor vielen Menschen sprechen musste, ist das Aufstellen einer Gliederung und das Ausdenken von ein, zwei Pointen bzw. das Durchdenken von möglichen Fallstricken. Wenn man sich das vorher überlegt hat, dann kann man sehr sicher in einen Vortrag gehen, der trotzdem nicht auswendiggelernt wirkt. Das ist aber etwas, was Lena meinem Eindruck nach noch nicht richtig beherrscht.
Du siedelst deine Kritik aber ganz hoch an.
Das Alles in der wenigen Zeit, die zur Verfügung stand und somit auch in wenigen Sätzen unter zu bringen, da tun sich selbst erfahrene Medienprofis schwer. Erfahrungsgemäß wird man bei einem längeren Vortrag mit der Zeit immer lockerer.
Interessant was in meinen Post alles reininterpretiert wird. Sagt auch viel aus...
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