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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 22.03.2012 - ECHO 2012 in Berlin - Lena 2 x nominiert



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Lars
24.03.2012, 17:55
das alles schön relativiert. Logisch, dass Tophi in Zukunft keine Lust mehr haben wird, solche Einstellungen hier zu offenbaren.

... um solchen "Relativierungs"-Vorwürfen zu entgehen?
:suspekt:

ptp
24.03.2012, 18:00
@ptp: Eigentlich rezitiere ich ungern alte Posts, aber in dem Fall bin ich einfach neugierig, ob Du sehr vergesslich bist oder ob Dir Deine Selbstwidersprüchlichkeit nicht bewusst ist. Es gibt Beiträge, in denen Du Lena ausdrücklich wegen ihrer Spontanität kritisiert hast:

Ich habe sie nicht wegen ihrer Spontanität kritisiert, sondern weil sie sich in der Vergangenheit so sehr darauf verlassen hat, dass sie überhaupt nichts vorbereitete und durchdachte und am Ende Statements herauskamen, die zum Teil völlig planlos wirkten. Das steht in völligem Einklang mit meiner Forderung, dass man sich vor einem Vortrag den roten Faden überlegen und in Stichworten ausarbeiten sollte - dass man aber andererseits den Vortrag nicht bis ins letzte Detail ausarbeiten sollte.

World
24.03.2012, 18:03
Ich empfinde es als arrogant und intolerant, wenn einige Foristen sich anmaßen entscheiden zu können, ob ein Posting legitim sei oder nicht (abgesehen von krassen Fällen wie Beleidigungen oder Ähnlichem). Wenn man wie Tophi hier eine kritische Haltung zu etwas einnimmt, dann wird man mit der Begründung sich legitimieren zu müssen so lange gepiesackt, bis man dann endlich ein Statement abgibt, das alles schön relativiert. Logisch, dass Tophi in Zukunft keine Lust mehr haben wird, solche Einstellungen hier zu offenbaren.

Genau! Am besten du übernimmst jetzt auch noch die Argumenation für Tophi und deutest meinen zustimmenden Kommentar auch noch dreist ins Gegenteil (Gepiesacke) um. Dein Objektivitätsgetue nervt mich, nicht die eindeutig subjektive Meinung Tophis! (Hier schon wieder: du sprichst einfach für Tophi und es ist natürlich völlig "logisch", dass er/sie keine Lust mehr hat weiterhin zu schreiben.)
Übrigens weißt du ganz genau, dass wir hier nicht unter Juristen sind und ich das Wort "legitim" auch völlig legitim umgangssprachlich verwenden kann. Dein Umkehrschluss ist, linguistisch betrachtet, auch nicht gerade das Gelbe vom Ei: Wenn ich behaupte der Kommentar xyz sei legitim, bedeutet das nicht, dass ich einem Post abc die Legitimität abspräche oder dass ich allgemein forderte sich zu legitimieren. Ex falso sequitur quodlibet.

maybear
24.03.2012, 18:12
Man sollte halt nicht mehr fordern, als die Angesprochene auch halten kann, das ist irgendwie sinnlos. Etwas anderes wäre vielleicht, wenn sie "Wetten, dass ..." moderieren würde, dann könnte man vielleicht entsprechende Erwartungen stellen. Es mag ja sein, daß der eine oder andere hier im Alter von 20 Jahren bereits in der Lage ist bzw. war, vor einem Millionenpublikum eine perfekte freie Rede zu halten. Aber selbst viele, die das im Fernsehen beruflich machen, lernen ihre Texte vorher (was überhaupt nicht zu kritisieren ist, bei Schauspielern ist das die Regel!) oder lesen sogar von einem Zettel oder vom Teleprompter ab. Dann ist es noch besonders schwierig, wenn man auf die Bühne geht und dann nur wenige Sätze sagt, da hat man praktisch keine Gelegenheit, das Lampenfieber und die Nervosität abzustreifen, denn bis das gelungen ist, sind die paar Sätze schon vorbei.

Für mich und offenbar auch für einen Teil der Presse gehörte Lenas Laudatio zu den gelungensten des Abends, und mehr sollte man - gerade als Fan - nicht von ihr erwarten!

bates
24.03.2012, 18:15
Ich habe sie nicht wegen ihrer Spontanität kritisiert, sondern weil sie sich in der Vergangenheit so sehr darauf verlassen hat, dass sie überhaupt nichts vorbereitete und durchdachte und am Ende Statements herauskamen, die zum Teil völlig planlos wirkten. Das steht in völligem Einklang mit meiner Forderung, dass man sich vor einem Vortrag den roten Faden überlegen und in Stichworten ausarbeiten sollte - dass man aber andererseits den Vortrag nicht bis ins letzte Detail ausarbeiten sollte.

Für mich bleibt trotzdem die Vorstellung völlig abstrakt, wie eine Lena-Rede, die Deinen Ansprüchen gerecht würde, aussehen und sich anhören müsste - ich meine jetzt nicht die Art und Weise der Vorbereitung, ich meine das hör- und sichtbare Ergebnis: Wie hört sich eine Lena-Rede an, die ptp gefällt? Ich bekomme da kein Bild und keinen Sound in meinen Kopf. Vielleicht hilft ein Blick in den Back-Katalog: Gibt es einen öffentlichen Auftritt von Lena (jenseits von Gesangsauftritten), wozu Du sagen würdest: "Ja, so in etwa wär o.k."?

ptp
24.03.2012, 18:29
Ich habe Tophis Statement in keiner Weise als relativierend empfunden. Er hat geschrieben, wie er Lenas Laudatio empfunden hat und was das bei ihm ausgelöst hat. Das ist nicht relativierend, das ist einfach nur offen und ehrlich.

Ansonsten bin ich entsetzt und traurig über Deinen Post. Da hat Tophi eine wahre Perle ins Forum gelegt und Du willst oder kannst das einfach nicht sehen.


So, so, eine "wahre Perle" ist das Statement von Thophi. Seltsam, dass ich, der ich Thophi inhaltlich zustimme, das übersehe und es der am allerschärfsten erkennt, der ihn zuvor am allerschärfsten kritisiert hat.


Mir hat das ehrlich gesagt tatsächlich besser gefallen.

Und immer alles einfach mit "Weiterentwicklung" zu entschuldigen ist mir ehrlich gesagt etwas arg billig.

Also zunächst mal zu Thophis erstem Zitat - für mich ist das glasklar. Er sagt sinngemäß, dass die bisherigen Reden von Lena bei Preisverleihungen ihm besser gefallen haben. Und dass es ihm als Begründung nicht genügt, wenn behauptet wird, dass die neue Rede nur deshalb besser sei, weil das ein neuer Stil von Lena sei, durch den sie sich weiterentwickelt habe.

Ich finde an diesem Statements nichts diskussionswürdig. Und erst wurde auch nicht groß darüber diskutiert. Bis Münzi dann das Zitat förmlich an den Pranger stellte:


Warum finde ich so einen Post unverschämt und arrogant ??

Das sind schon starke Worte und man muss Thophis Posting sehr weit interpretieren - in meinen Augen zu weit - um so was dort herauslesen zu können.

Logisch, dass Tophi darauf reagieren muss - denn wer will schon als arrogant und unverschämt dastehen?


Das Statement von Thophi beginnt mit einer Art Entschuldigung:


Ich hab schon direkt nach der Lauditio in der SB geschrieben das er mir nicht gefällt und da war noch gar nicht klar, das sie keinen Echo gewinnt.

Er wollte doch bitteschön gar nicht unverschämt und kontrovers sein - er hatte doch alles spontan nach der Laudatio aufgeschrieben, als es noch gar keine Diskussion dazu gab.

Im folgenden Statement folgt nun das, was ich als Relativierung empfinde - er reduziert sein erstes Statement auf den Teilaspekt der "Tonlage", ein Aspekt der bisher in der Diskussion gar keine Rolle gespielte hatte und daher auch nicht kontrovers war und betont - was wieder wie eine Entschuldigung wirkt - dass es natürlich nicht um die Frage auswenig gelernt oder nicht geht:


Und mir geht es dabei nicht darum, ob das jetzt auswendig gelernt oder professionell oder sonst was ist, mir geht ausschließlich um den Tonfall bzw. die Betonung oder Sprachmelodie, die sie während der Rede plötzlich einnimmt und den ich zuvor noch nie von gehört habe.

Das ist also die Thophi-Perle - in den Augen desjenigen, der ihn zuvor am schärfsten kritisiert hat...

ptp
24.03.2012, 18:31
Für mich bleibt trotzdem die Vorstellung völlig abstrakt, wie eine Lena-Rede, die Deinen Ansprüchen gerecht würde, aussehen und sich anhören müsste - ich meine jetzt nicht die Art und Weise der Vorbereitung, ich meine das hör- und sichtbare Ergebnis: Wie hört sich eine Lena-Rede an, die ptp gefällt? Ich bekomme da kein Bild und keinen Sound in meinen Kopf. Vielleicht hilft ein Blick in den Back-Katalog: Gibt es einen öffentlichen Auftritt von Lena (jenseits von Gesangsauftritten), wozu Du sagen würdest: "Ja, so in etwa wär o.k."?

Ich kann mir das selbst nicht so genau vorstellen. Vielleicht ein wenig so in der Art, wie ihre Interviews waren - spontan und trotzdem konnte man - wohl auch durch den roten Faden des Fragestellers - einen gewissen roten Faden erkennen.

eternity
24.03.2012, 18:35
Thophi, er heißt Thophi

ptp
24.03.2012, 18:36
Thophi, er heißt Thophi

Sorry, bin halt kein Lateiner oder Grieche? ;)

(Sehe gerade, hatte den Fehler von Münzi abgeschrieben ;) )

Lars
24.03.2012, 18:39
Logisch, dass Tophi darauf reagieren muss - denn wer will schon als arrogant und unverschämt dastehen?


Das Statement von Tophi beginnt mit einer Art Entschuldigung:

Oh je.
Das war eine Antwort auf ein ganz anderes Posting.
Es war keine Entschuldigung, sondern ein Widerspruch auf die Aussage darin.