Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lena als Showact in Baku bei der Semifinalauslosung 25.01.2012
Sehr unglückliche Organisation. Die Fresserei und die dazwischen rumrennenden Kellner als Vordergrund einer Musikveranstaltung - respektlos den Künstlern gegenüber und absolut stimmungstötend. Nicht dass ich mir viel mehr versprochen hätte, aber so schlimm hatte ich es mir dann doch nicht vorgestellt...
Bei mir war der Internetzugang für Stzunden weg. Habs dann zufällig am Fernseher noch mitbekommen.
Leute, am Anfang hat sie denen da mal gezeigt, was ne Harke ist. Sie hat voll einen auf sexy woman gemacht und verdammt noch mal, da wird sogar einigen von den Scheintoten die Gabel aus der Hand gefallen sein. Und aggressiv war sie teilweise auch noch, so in Richtung Satellite Ur-Version. Unglaublich wie sie ganz allein die Bühne ausfüllt. Wenn ich sowas sehe, dann frage ich mich, warum so eine Ausnahmekünstlerin nicht längst die Hallen in London, Paris oder New York füllt.
Meine Begeisterung hält sich leider auch in Grenzen. Stimmlich fand ich Lena heute nicht so toll. Das liegt sicherlich auch daran, dass ihre Improvisation in Kombination mit den "durchgestylten" Playback-Background-Vocals nach meinem Geschmack überhaupt nicht zusammengepasst haben.
Ich finde auch, dass sie für die Art der Veranstaltung deutlich "überspielt" hat. Bei diesem Nicht-Publikum lässt sich "der Laden" eben nicht "wegpusten". Da wird jegliche Energie, die von der Bühne kommt, vollständig absorbiert.
Witzig: Das, was Du beschreibst, ist genau das, was mir an diesem Auftritt so gefallen hat. Das, ja, schroffe Aufeinanderprallen ihrer Improvisation mit dem sterilen Playback-Background hat mich gerade gekickt. Ich mag es, wenn Lena, nun, mit ihrem Gesang "kantet". Und der in der Tat völlig absurde Rahmen inkl. des absorbierenden Publikums - wahrscheinlich der absurdeste Rahmen, in dem sie je aufgetreten ist - macht doch gerade den besonderen Reiz des Auftritts aus. In einem muss ich Dir allerdings widersprechen: "überspielt" hat sie meines Erachtens nicht. Mir scheint, sie hat die Seltsamkeit der Atmosphäre in jedem Augenblick des Auftritts voll registriert, diese ein bisschen belacht und sich auf der Bühne zugleich lässig ein eigenes Reich geschaffen. Lena hat sich köstlich amüsiert, so auch ich.
Und ihr glucksendes Lachen am Schluss ist so eine schöne Reminiszenz an den Oslo-Auftritt :wub:.
Bei mir war der Internetzugang für Stzunden weg. Habs dann zufällig am Fernseher noch mitbekommen.
Leute, am Anfang hat sie denen da mal gezeigt, was ne Harke ist. Sie hat voll einen auf sexy woman gemacht und verdammt noch mal, da wird sogar einigen von den Scheintoten die Gabel aus der Hand gefallen sein. Und aggressiv war sie teilweise auch noch, so in Richtung Satellite Ur-Version. Unglaublich wie sie ganz allein die Bühne ausfüllt. Wenn ich sowas sehe, dann frage ich mich, warum so eine Ausnahmekünstlerin nicht längst die Hallen in London, Paris oder New York füllt.
Weil dazu die entsprechenden Beziehungen, die richtigen Produzenten, der ausdrückliche Wille und ein entsprechendes Management nōtig sind. Zudem ist unser Tunnelblick auf Lena auch sehr ausgeprägt. Ich denke, Lena wirkt nicht auf alle so, wie auf uns.
Ich fand das Halbplayback versuchte Lena in einem Käfig einzusperren, was ihr aber egal war und sich völlig frei fühlte.
Was ich sagen will, für den Rahmen sehr gut, aber mit Liveband und vor richtigem Publikum wird so ein Auftritt bei Lena erst wirklich perfekt.
Und ihr glucksendes Lachen am Schluss ist so eine schöne Reminiszenz an den Oslo-Auftritt :wub:.
Ja daran musste ich auch sofort denken :wub:
@vampire67 Dankeschön für den Upload vom Ende, hatte nämlich nach dem Auftritt sofort abgeschaltet, war ja lang genug die Qual
In der Schlußsequenz sieht man doch deutlich, wie sehr sie sich amüsiert hat, und dieses "Thank you so much" klingt für mich deutlich ironisch (wie anders soll man sich auch bei leblosen Puppen bedanken?).
Der Gesang war teils lasziv, teils aggressiv - der von j_easy verwendete Begriff "Barmusik" scheint mir sehr passend. Wieder eine neue Variante, die ich mir möglicherweise :whistle: noch das eine oder andere Mal ansehen werde.
Mir scheint, sie hat die Seltsamkeit der Atmosphäre in jedem Augenblick des Auftritts voll registriert, diese ein bisschen belacht und sich auf der Bühne zugleich lässig ein eigenes Reich geschaffen.
Das war wohl auch nötig. Bei diesem Publikum wäre ein Auftritt in jedem Altersheim dankbarer gewesen.
OldStephen66
26.01.2012, 01:37
Sehr unglückliche Organisation. Die Fresserei und die dazwischen rumrennenden Kellner als Vordergrund einer Musikveranstaltung - respektlos den Künstlern gegenüber und absolut stimmungstötend. Nicht dass ich mir viel mehr versprochen hätte, aber so schlimm hatte ich es mir dann doch nicht vorgestellt...
Unter diesen Umständen zeugt Lenas Auftritt von grandioser Coolness. Angesichts dieses dekadent tafelnden Schmocks an den Tischen sind Textvariationen wie "Baby, Baby" schon ziemlich gewagt. Eigentlich singt man für so eine Veranstaltung bestenfalls einen routinierten Stiefel runter.
Naja, beim ESC wird ja wohl ein richtiges Publikum in der Halle sein. Angesichts des wohl üppigen Caterings gilt für die immerhin körperlich anwesenden Herrschaften bei dieser seltsamen Veranstaltung wohl eher B. Brechts alte, für Baku neu verformte Weisheit:
Erst kommt das Fressen, dann kommt der Choral. :zahn:
Möchte mal wissen, was Lena auf diesen sonderlichen Auftritt angesprochen so erzählt. Aber insgesamt, hat Sie wohl auch echte Gastfreundschaft erfahren.
Mich würde auch mal interessieren, was beim EMA noch so los war und wen Sie kennenlernte, falls man Sie dort überhaupt "für voll nahm".
Powered by vBulletin® Version 4.2.0 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.