Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pop-Perlen
Dank dem Ende des YouTube-vs-GEMA-Streits ist auch diese Pop-Perle nun endlich betrachtbar. :)
http://www.youtube.com/watch?v=ZBjZhfu5kKk
OldStephen66
14.11.2016, 13:00
Die Violinistin Hannah Epperson wurde in Salt Lake City geboren, siedelte eine zeitlang um nach Vancouver/Kanada und lebt jetzt in Brooklyn/NYC. Neben klassischer Musik, indianischen Folksongs und Country, ließ sie sich auf ihren musikalischen Reisen auch von europäischen Musiktraditionen wie dem Flamenco inspirieren. Dennoch ist ihre Musik keine der nervtötenden Kategorie schaut-mal-her-was-ich-alles-kann.
Hannahs Konzerte sind ungewöhliche Erfahrungen: für sie existiert keine Trennung von Künstler und Publikum während eines Auftritts, weshalb sie spontan auf alles reagiert, was sich "energetisch" zwischen ihr und ihrem Publikum ereignet. Sie möchte ein Publikum, das "bei ihr" ist, weshalb es auch schon einmal zu solchen Szenen kommen kann: http://www.hannahepperson.ca/blog/ninety-nine-percent-empty-space
Mit Violine, Loopstation und ihrer Stimme (+ ab und an vielleicht einem Drumkit) kreiert sie reduzierten, aber atmosphärisch dichten, melancholischen und dennoch luftigen Indie-Pop:
Ihr erster Longplayer Upsweep erschien in diesem Jahr - fünf Songs werden in "Amelia"- und "Iris"-Versionen gesungen und variiert.
"Brother" stammt von der 7"-EP Burn (2015).
https://www.youtube.com/watch?v=cxI_POLlUQc
Peter M. aus V.
15.11.2016, 16:29
Die Violinistin Hannah Epperson ...
"Brother" stammt von der 7"-EP Burn (2015).
https://www.youtube.com/watch?v=cxI_POLlUQc
Manchmal weiß ich nicht so genau, was ich von Loop-Station- Musik halten soll. Die Maschinen ermöglichen einem Musiker, allein (relativ) komplexe Stücke zu gestalten, es bleibt dann jedoch oft bei den variierten, aber eben wiederholten Pattern. Hier gefällt mir das Ergebnis aber ausnehmend gut; weil es, wie du schreibst, "luftig" ist; und Melancholisches liegt mir sowieso immer.
Sehr schön, Georg, danke! Wenn es um Electronica geht, ist so was genau mein Ding. Zuletzt hatte mir in diesem Bereich Jon Hopkins' "Open Eye Signal" sehr gut gefallen, mit seinem sich immer stärker verdichtenden Loop-Crescendo.Die nachhaltigen Tipps sind die besten.
Die Filmmusik vom Film Monsters letzthin ließ mich aufhorchen und nachschauen - der superbe Soundtrack war von Jon Hopkins. :thumbsup:
Monsters - Main Theme by Jon Hopkins (https://www.youtube.com/watch?v=ogDadTIW65c)
OldStephen66
15.01.2017, 16:33
Jamie Elliot und Hannah Walker sind Twin Bandit, ein Folkduo aus Vancouver, das sich voll und ganz der Harmonie und den schönen Klängen verschrieben hat.
Zum Schwelgen ohne Ecken und Kanten:
https://www.youtube.com/watch?v=IBoNYeLZiTo
Aus ihrem gerade vor einem Jahr erschienenen Debutalbum "For You" (2015)
Jamie Elliot und Hannah Walker sind Twin Bandit, ein Folkduo aus Vancouver, das sich voll und ganz der Harmonie und den schönen Klängen verschrieben hat.
Zum Schwelgen ohne Ecken und Kanten:
https://www.youtube.com/watch?v=IBoNYeLZiTo
Aus ihrem gerade erschienenen Debutalbum "For You" (2016)
Wirklich schön! :daumen:
Peter M. aus V.
15.01.2017, 23:48
Jamie Elliot und Hannah Walker sind Twin Bandit,
Zum Schwelgen ohne Ecken und Kanten:
Ja, schön verträumt- melancholisches Klangbad. Danke für den Tipp
OldStephen66
16.01.2017, 21:55
Und das hier ist auch sehr schön.
Bei allem Schmalz und Schmelz in Gesang und Melodie empfinde ich die klar herausstechenden Schlagzeugbeats, die definitiv nicht dem loudness-war zum Opfer fallen, als gut gesetztes Gegengewicht und auch das Bottleneck(?)-Gitarrensolo (ab 2:32) überzeugt mit seiner kantig-schönen Dynamik.
https://www.youtube.com/watch?v=Hz7bZ2Y0QR0
Tall Blonde Helicopter
20.02.2017, 22:33
Ich nehme den Faden aus bates' Posting im Cover-Thread wieder auf. Er hat dort auf die kluge und witzige Parodie/Hommage "Sumisu" von Farin Urlaub verwiesen: … und dann hörten wir die Smiths. Manchmal auch The Cure oder New Order, aber größtenteils die Smiths.
Dieselben Bezüge greift auf seine Weise Neil Hannon alias The Divine Comedy in "At The Indie Disco" auf, einem Song, der nach Auskunft seines Schöpfers davon handelt, in Indie Discos zu gehen. ;–) Er enthält Zeilen wie We've got a table in the corner that is always ours / Under the poster of Morrissey with a bunch of flowers und Give us some Pixies and some Roses and some Valentines / Give us some Blur, and some Cure, and some Wannadies / And now we're moving to the beat / And staring at each other's feet. Ich poste die Piano-Version, die Neil mal für den Guardian gespielt hat. Das Lied beginnt erst nach einer guten Minute, aber die Vorrede und kleine musiktheoretische Unterweisung davor ist charmant und ebenfalls sehenswert.
https://www.youtube.com/watch?v=C7SkpVdA5N8
...
Hübsch, sehr hübsch. Mir gefällt die Originalversion aber auch sehr gut ...
https://www.youtube.com/watch?v=sB--qzE4JhE
... und bei der Textzeile We drink and talk about stupid stuff / then hit the floor for Tainted Love fühle ich mich augenblicklich ins Jahr 1990 oder 1991 im damals einschlägigen Schuppen meines Vertrauens, irgendwo im Hessischen, zurückversetzt, ich kann sogar den Rauch und das verschüttete Bier riechen ;) (und um einen Pfad zur Namensgeberin dieses Forums zu schlagen, in dieser Erinnerung liegt auch ein Grund, warum mich der TBAS/Tainted-Love-Mix seinerzeit so außerordentlich gefreut hat :)).
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