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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welchen Platz belegt Stardust in den Single Charts?



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j_easy
22.04.2014, 08:16
352. Lena - Stardust itunes
895. Lena - Stardust itunes

Amazon Bestsellers Rank: 144 in MP3 Songs

Amazon Bestsellers Rank: 798 in MP3 Songs

Komisch, dass es Chart-technisch nicht als ein Song behandelt werden kann (also Downloads addiert). Zwischen Single- und Album-Version gibt es doch keinen Unterschied. Hat Oljo das vielleicht gemacht?

Brummell
22.04.2014, 08:23
Komisch, dass es Chart-technisch nicht als ein Song behandelt werden kann (also Downloads addiert). Zwischen Single- und Album-Version gibt es doch keinen Unterschied. Hat Oljo das vielleicht gemacht?

Wenn Oljo zwei Rankings zusammenzieht - wie das z.B. mit Kworb machbar wäre - wird das normalerweise ausgewiesen. Gerade im Vergleich mit den von ihnen genannten Zahlen von gestern , vermute ich eher einen Verweis auf das jeweils beste Ranking der shops.

Interessant finde ich, dass noch ein Aufwärtstrend zu erkennen ist.

21.April (21:00 , Oljo )
Itunes #364 ,
Amazon MP3 #248)

22.April (6.:00 , Spocki)
Itunes #352 + 895
Amazon MP3 #144 + 798

j_easy
22.04.2014, 08:28
Wenn Oljo zwei Rankings zusammenzieht - wie das z.B. mit Kworb machbar wäre - wird das normalerweise ausgewiesen. Gerade im Vergleich mit den von ihnen genannten Zahlen von gestern (21. April, 21:00: Itunes , Amazon MP , vermute ich eher einen Verweis auf das jeweils beste Ranking der shops.

Danke! Beide zusammengezogen, sähe es ja noch besser aus. Naja, 1000 Stück. Klingt nicht gerade nach viel, aber immerhin. Vielleicht ein Zeichen für Universal, es mal mit etwas geschickter Promo zu versuchen.

mr.spock1968
22.04.2014, 08:29
Ich glaube das OLJO gar nicht die 2 Versionen gesehen hat. :X

j_easy
22.04.2014, 08:36
Ich glaube das OLJO gar nicht die 2 Versionen gesehen hat. :X

Das wärs ja. :zahn:

Brummell
22.04.2014, 08:54
Danke! Beide zusammengezogen, sähe es ja noch besser aus. Naja, 1000 Stück. Klingt nicht gerade nach viel, aber immerhin. Vielleicht ein Zeichen für Universal, es mal mit etwas geschickter Promo zu versuchen.

Es wäre toll, wenn es "Stardust" (als eigentlich schon "alter" Song) gelingen würde in die UK Top 100 zu kommen, und zwar ohne einen Sonderfaktor wie den ESC und ohne dass Lena den Song auf der Insel selbst promotet hat. Das könnte nämlich vielleicht bewirken, dass sie von den dortigen Musikredakteuren (bzw. deren Erfassungsprogrammen) überhaupt wahrgenommen wird. Eine deutscher Act, erst recht eine Sängerin (kein Dance oder Rock-Act) in den UK Charts hat nämlich echten Seltenheitswert.
Ein wirkliches Aufsteigen in den Charts wäre allerdings nur durch Airplay möglich und hier dominieren von ihrer Reichweite her die verschiedenen BBC Sender, die Acts vom Kontinent (ausgenommen Skandinavien) eigentlich grundsätzlich ignorieren.

j_easy
22.04.2014, 08:58
Es wäre toll, wenn es "Stardust" (als eigentlich schon "alter" Song) gelingen würde in die UK Top 100 zu kommen, und zwar ohne einen Sonderfaktor wie den ESC und ohne dass Lena den Song auf der Insel selbst promotet hat. Das könnte nämlich vielleicht bewirken, dass sie von den dortigen Musikredakteuren (bzw. deren Erfassungsprogrammen) überhaupt wahrgenommen wird. Eine deutscher Act, erst recht eine Sängerin (kein Dance oder Rock-Act) in den UK Charts hat nämlich echten Seltenheitswert.
Ein wirkliches Aufsteigen in den Charts wäre allerdings nur durch Airplay möglich und hier dominieren von ihrer Reichweite her die verschiedenen BBC Sender, die Acts vom Kontinent (ausgenommen Skandinavien) eigentlich grundsätzlich ignorieren.

Da stimme ich Dir zu. Top 100 wäre der Traum. Erwähnung in der UK Musikpresse wäre das Sahnehäubchen. :)

Brummell
22.04.2014, 09:09
Da stimme ich Dir zu. Top 100 wäre der Traum. Erwähnung in der UK Musikpresse wäre das Sahnehäubchen. :)

Mich würde ja auch interessieren, ob als komplementärer Faktor (neben dem TV advert) für die Wahrnehmung durch das englische Publikum vielleicht auch Lenas stärker werdende Positionierung bei Instagram eine Rolle spielt, da dieses Medium in England schon sehr weit verbreitet ist.

j_easy
22.04.2014, 09:23
Mich würde ja auch interessieren, ob als komplementärer Faktor (neben dem TV advert) für die Wahrnehmung durch das englische Publikum vielleicht auch Lenas stärker werdende Positionierung bei Instagram eine Rolle spielt, da dieses Medium in England schon sehr weit verbreitet ist.

Vielleicht wird sich der eine oder andere weiter Interessierte bei Instagram einfinden, aber den Kommentaren nach, ist das m.E. vernachlässigbar.
Interessant ist ja, dass Lena Miss Li auf Instagram total abgehängt hat. Und Miss Li ist ja eigentlich bekannter (vor allen international) und etwas länger im Geschäft. Aber ich denke der Grund liegt nicht nur in Lenas musikalischer Tätigkeit, sondern in Ihrer Attraktivität.

Eule
22.04.2014, 09:26
Dass ausgerechnet ITV mit einer deutschen, in UK völlig unbekannten Sängerin eine wichtige TV-Promotion fährt, muss doch einen grösseren Zusammenhang haben. Am Ende dient der Coup vielleicht der Vorbereitung einer neuen Song-Veröffentlichung. Dann wird man sagen: Seht her, das deutsche Mädchen aus der Fernsehwerbung. Das verrückte Huhn aus THE VOICE KIDS of Germany, die gerade ihre Landsleute mal wieder alt aussehen lässt.

mr.spock1968
22.04.2014, 09:49
Dass ausgerechnet ITV mit einer deutschen, in UK völlig unbekannten Sängerin eine wichtige TV-Promotion fährt, muss doch einen grösseren Zusammenhang haben. Am Ende dient der Coup vielleicht der Vorbereitung einer neuen Song-Veröffentlichung. Dann wird man sagen: Seht her, das deutsche Mädchen aus der Fernsehwerbung. Das verrückte Huhn aus THE VOICE KIDS of Germany, die gerade ihre Landsleute mal wieder alt aussehen lässt.


Große Teile des Textes im Song passen genau zu dem Sender und Trailer. ----"We've been waiting for the stars" oder "We are waiting on a dream" Dort laufen "Britain Gots Talents" (Deutsch:Supertalent) und X-Factor.

Witzig finde ich den Schluß des Trailers. Der endet mit "ITV-Where the Entertainers life." :D

:)

earplane
22.04.2014, 10:48
Vielleicht hilft es bei der Einordnung wenn man sich mal ansieht wie viel eine ähnliche Aktion letztens im umgekehrten Fall gebracht hat. Für die Kampagne zum RTL Geburtstag wurde in den Trailern der Titel "Light On" der britischen Sängerin Rebecca Ferguson verwendet. http://de.wikipedia.org/wiki/Rebecca_Ferguson_%28S%C3%A4ngerin%29
Die hatte dann sogar einen Auftritt in der Jubiläumsshow. Hat letztendlich für Platz 40 in den deutschen Charts gereicht. Ich vermute der Name der Künstlerin wird den meisten Leuten hier dennoch nichts sagen und ich schätze es wird sich auch kaum wer an den Song erinnern.

Brummell
22.04.2014, 10:56
Vielleicht hilft es bei der Einordnung wenn man sich mal ansieht wie viel eine ähnliche Aktion letztens im umgekehrten Fall gebracht hat. Für die Kampagne zum RTL Geburtstag wurde in den Trailern der Titel "Light On" der britischen Sängerin Rebecca Ferguson verwendet. http://de.wikipedia.org/wiki/Rebecca_Ferguson_%28S%C3%A4ngerin%29
Die hatte dann sogar einen Auftritt in der Jubiläumsshow. Hat letztendlich für Platz 40 in den deutschen Charts gereicht. Ich vermute der Name der Künstlerin wird den meisten Leuten hier dennoch nichts sagen und ich schätze es wird sich auch kaum wer an den Song erinnern.

Zur Einordnung ist allerdings auch ganz allgemein festzustellen, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör geht als das ein deutscher SängerIn mit einem Song in den UK Charts landet, während umgekehrt englische SängerInnen zumeist recht gut in den deutschen Charts vertreten sind. Generell werden die deutschen Singlecharts von anglo-amerikanischen SängerInnen dominiert.

earplane
22.04.2014, 11:16
.. fand ich unnötig dazu zu schreiben, weil du das hier ja schon gestern gesagt hast
Fazit, es wäre ein kleines Wunder würde es für Lena dort besser laufen als hier für Kollegin Rebecca.

Rolwin
22.04.2014, 11:17
Zur Einordnung ist allerdings auch ganz allgemein festzustellen, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör geht als das ein deutscher SängerIn mit einem Song in den UK Charts landet, während umgekehrt englische SängerInnen zumeist recht gut in den deutschen Charts vertreten sind. Generell werden die deutschen Singlecharts von anglo-amerikanischen SängerInnen dominiert.
Das ganze ist der Vergangenheit geschuldet. England hat es nicht geschafft aus Deutschland eine britische Kolonie zu machen :zahn:

Surfer
22.04.2014, 11:23
Zur Einordnung ist allerdings auch ganz allgemein festzustellen, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör geht als das ein deutscher SängerIn mit einem Song in den UK Charts landet, .....

Du vergißt den Lena-Faktor. Die Briten mögen Persönlichkeiten und Freaks. Beispiele wie Boris Becker, Nina Hagen oder Rammstein usw..

M.E. hat man sich in der Vergangenheit in Bezug auf Lena einfach nicht getraut auf den britischen Markt zu intervenieren. Vielleicht auch wegen der BBC-Vorbehalte die hier schon angesprochen wurden, hat man jetzt eine Möglichkeit über die ITV-Konkurrenz generieren können.

Mal sehen wie es sich entwickelt. :)

Rolwin
22.04.2014, 11:31
Du vergißt den Lena-Faktor. Die Briten mögen Persönlichkeiten und Freaks. Beispiele wie Boris Becker, Nina Hagen oder Rammstein usw..

M.E. hat man sich in der Vergangenheit in Bezug auf Lena einfach nicht getraut auf den britischen Markt zu intervenieren. Vielleicht auch wegen der BBC-Vorbehalte die hier schon angesprochen wurden, hat man jetzt eine Möglichkeit über die ITV-Konkurrenz generieren können.

Mal sehen wie es sich entwickelt. :)
Trotzdem spielt die Beliebtheit eines Landes keine unerhebliche Rolle.
Ich wette, dass es russische SängerIn noch schwerer haben. Vereinzelte Ausnahmen wird es immer geben.

Brummell
22.04.2014, 11:55
Du vergißt den Lena-Faktor. Die Briten mögen Persönlichkeiten und Freaks. Beispiele wie Boris Becker, Nina Hagen oder Rammstein usw..

M.E. hat man sich in der Vergangenheit in Bezug auf Lena einfach nicht getraut auf den britischen Markt zu intervenieren. Vielleicht auch wegen der BBC-Vorbehalte die hier schon angesprochen wurden, hat man jetzt eine Möglichkeit über die ITV-Konkurrenz generieren können.

Mal sehen wie es sich entwickelt. :)

Beim Sport sind die Briten tatsächlich völlig unvoreingenommen.
Bei der Musik, besonders wenn diese (englischen) Text enthält, sind sie (oder die allmächtigen Radioredakteure) zumeist sehr eigen. Rock Musik hat eine Sonderstellung und bei Rammstein haben die sehr gutturalen deutschen Texte sich zu einem Markenzeichen entwickelt. Interessanterweise pflegt auch die von dir erwähnte Nina das Gutturaldeutsch in ihren Songs (allerdings führte das meines Wissen nie zu einem kommerziellen Erfolg in UK). Sehr geschätzt wurde in UK aber auch in Übersee z.B. Klaus Nomi zu dessen Brand ein überakzentuiertes und z.T. gutturales Englisch mit starkem deutschen Akzent zählte.
Bei den deutschen Solosängern scheint man in UK also vorrangig die Freaks zu schätzen :D - allerdings eher in kleinen Insiderzirkeln, denn kommerziell hatte meines Wissens kein einziger deutscher Sänger in England etwas längeren Erfolg (Einzelne Songs, z.B. von Nicole und Nena, machten durchaus ihren Weg, allerdings ist das schon lang lang her)

Doktor Landshut
22.04.2014, 12:05
Mir erscheinen manche Erklärungsversuche aus hiesiger Sicht, warum Lenas Musik in Großbritannien oder auch in anderen Ländern nicht so erfolgreich ist, teilweise ziemlich konstruiert.
In meiner Jugend hatte ich mal eine englische Freundin. Sie meinte, deutsche Popmusik in englischer Sprache und britischem oder amerikanischem Stil klinge in ihren und den Ohren ihrer Landsleute meistens ziemlich putzig (so wie wir es umgekehrt i.d.R. wohl auch empfinden, wenn Engländer oder Amerikaner, Italiener, Spanier, Franzosen etc. auf deutsch singen) und mit politischen oder kulturellen Ressentiments hätte das überhaupt nix zu tun (und habe ich zu der damaligen Zeit in meinem Umfeld unter jungen Leuten verschiedener Nationalitäten auch nie erlebt).

Eulenspiegel
22.04.2014, 13:16
@Doktor Landshut warum ins Ausland schweifen, ich sag nur Maschendrahtzaun-)

j_easy
22.04.2014, 16:22
Mir erscheinen manche Erklärungsversuche aus hiesiger Sicht, warum Lenas Musik in Großbritannien oder auch in anderen Ländern nicht so erfolgreich ist, teilweise ziemlich konstruiert.
In meiner Jugend hatte ich mal eine englische Freundin. Sie meinte, deutsche Popmusik in englischer Sprache und britischem oder amerikanischem Stil klinge in ihren und den Ohren ihrer Landsleute meistens ziemlich putzig (so wie wir es umgekehrt i.d.R. wohl auch empfinden, wenn Engländer oder Amerikaner, Italiener, Spanier, Franzosen etc. auf deutsch singen) und mit politischen oder kulturellen Ressentiments hätte das überhaupt nix zu tun (und habe ich zu der damaligen Zeit in meinem Umfeld unter jungen Leuten verschiedener Nationalitäten auch nie erlebt).

Gute Erklärung. Allerdings finde ich manche Versuche auf Deutsch gerade interessant, wie z.B. von den Beatles oder David Bowie. Aber generell hast du wohl Recht. Dazu kommt vielleicht noch, dass man als Deutscher Künstler wohl sehr, sehr schwer in die Auswahl eines Redakteurs kommt. Warum sollten Sie auch bei der riesigen Auswahl an britischen oder amerikanischen Künstlern. Künstler wie Rammstein wurden m.E. ja auch nicht von den Briten, sondern erst von den Amis entdeckt und wenn man da schon einen Fuß drin hat ... Ausnahme sind da vielleicht auch Kraftwerk oder andere sehr spezielle "Nischenbands", z.B. aus dem Genre Jazz. Letztere spielen aber in den Charts gar keine Rolle.

Peter M. aus V.
22.04.2014, 16:41
Na ja, die Beatles auf Deutsch erfüllen schon ziemlich die Definition "Putzig". http://www.dailymotion.com/video/x2x1wv_the-beatles-sie-liebt-dich_music

Brummell
22.04.2014, 17:07
Mir erscheinen manche Erklärungsversuche aus hiesiger Sicht, warum Lenas Musik in Großbritannien oder auch in anderen Ländern nicht so erfolgreich ist, teilweise ziemlich konstruiert.
In meiner Jugend hatte ich mal eine englische Freundin. Sie meinte, deutsche Popmusik in englischer Sprache und britischem oder amerikanischem Stil klinge in ihren und den Ohren ihrer Landsleute meistens ziemlich putzig (so wie wir es umgekehrt i.d.R. wohl auch empfinden, wenn Engländer oder Amerikaner, Italiener, Spanier, Franzosen etc. auf deutsch singen) und mit politischen oder kulturellen Ressentiments hätte das überhaupt nix zu tun (und habe ich zu der damaligen Zeit in meinem Umfeld unter jungen Leuten verschiedener Nationalitäten auch nie erlebt).

Die Formulierung eines Muttersprachlers "Lena may not be British, but to the casual listener she sure does sound English!" in Wiwibloggs, scheint anzudeuten, dass ihre Aussprache zumindest heute nicht mehr so "komisch/seltsam/putzig" wirkt wie 2010. Hinzu kommt dass Engländer, schon in Zeiten des Empire und fast noch mehr nach dem Verlust ihrer Weltmachtstellung, es schätzten sich zu Richtern aufzuschwingen was "richtiges Englisch" ist und gerade die BBC Boys liebten es sich über die Akzente anderer "native speakers" lustig zu machen. Während meiner Zeit in England konnte ich allerdings feststellen, dass viele der middle class Brits, die von sich und ihrer Sprache sehr überzeugt waren, die Dialekte verschiedener ländlicher Regionen in England (und Irland) gar nicht verstanden, wenn ihnen die "Eingeborenen" sprachlich nicht "entgegen kamen. Und was heute im Großraum London von britischen Bürgern für Varianten des Englischs gesprochen werden übersteigt ohnehin fast unser Vorstellungsvermögen. Außerdem hat das Englische in Kanada, USA, Australien, Neuseeland und Südafrika seit geraumer Zeit begonnen sich doch deutlich zu verselbstständigen.
Englisch war schon in früheren Zeiten - und erst recht in der Gegenwart - keine homogene Sprache und das "sich lustig machen" über die Akzente von anderen Muttersprachlern oder Fremdsprachlern (solange es nicht Oettingerische Züge annimmt) erscheint mir manchmal wie eine etwas anachronistische Attitüde.

Edit:
Ich habe gerade noch einen alten (aber immer noch guten und m.E. lesenswerten) Artikel des Linguisten Anatol Stefanowitsch in Sachen Englisch gefunden, der auch auf Lenas (2010) Akzent Bezug nimmt.
http://www.scilogs.de/sprachlog/wir-sind-englisch/

Edit:
Wenn man sehr genau hinhört, findet man bei Meyer-Landrut Spuren davon (aroun[t] statt aroun[d], lo[f] statt lo[v]e, f[o]ll out into the night statt f[ɔ]ll out..., c[e]n’t go a minute without your love statt c[æ]n’t go...). Aber man muss schon sehr genau hinhören, denn tatsächlich ist Meyer-Landruts Englisch erstaunlich gut, nicht nur für eine neunzehnjährige Hannoveranerin unter der Dusche, sondern überhaupt.

9.37pm: Germany now - my one remaining favourite song left in the competition. Lena, her name is, and you'll be hard pushed to find anybody more endearing on the face of the planet right now. Look at her, bobbing around and mispronouncing words like a pocket-sized Bjork. She's adorable. This probably isn't the place to admit it, but I think I might love Lena a little bit. Or, to put it in a way she'll understand, I ‘lawfe’ her [GUARDIAN.co.uk 2010].

Peter M. aus V.
22.04.2014, 18:02
Ich hab' schon mal irgendwo erzählt, dass eine Kollegin nach einem (nicht ganz kurzen) London- Besuch sehr überrascht berichtete, in bestimmten Vierteln sprächen alle Leute so wie Lena 2010.

Ändert aber nichts daran, dass vermutlich beide (der Doktor und Brummell) Recht haben.

gauloises
22.04.2014, 18:50
Okay, nur zur Vervollständigung bzgl. historischer "Lenas-Englisch"-Debatten ;):

Als Reaktion auf das (http://www.spiegel.de/kultur/musik/dialekt-desaster-lena-meyer-landrut-unsere-westerwelle-fuer-oslo-a-694730.html) des britischen Journalisten Espiner (woran übrigens support4lena Schuld war :zahn:), antwortete der andere britische Journalist Boyes hier (http://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/lena-meyer-landrut-in-der-englisch-falle-article847608.html) (und nicht vom Printmedium irritieren lassen, der Text ist ganz cool):


[...] Niemand erwartet, dass Du Oxford-Englisch sprichst! Also: Wenn Du „day” (Tag) wie „die” (stirb) aussprechen möchtest, bitte. Wir wissen ja, was Du meinst. Das ist ja genau wie Lilly Allen und Kate Nash ihr Englisch sprechen – und die sind ja schließlich erfolgreiche Sängerinnen, oder nicht? Ok, Du sprichst „love” wie „lerv” aus – aber das haben ja auch die Beatles gemacht („All you need is lerv, lerv”). [...]

Und ein kleiner Auszug aus Forumsdebatten-Urzeiten zu dieser wissenschaftlichen Schlacht findet sich u.a. hier (http://www.lenameyerlandrut-fanclub.de/forum/showthread.php?1609-18-5-2010-Spiegel-online-quot-Unsere-Westerwelle-f%FCr-Oslo-quot&p=25497&viewfull=1#post25497) :D.

Eulenspiegel
22.04.2014, 19:07
Könnte es sein, dass hier einige übersehen, dass Lenas 2010 Casting Show Eurovision Show Englisch ein reines Kunstprodukt Lenas war-) Einige Tage nach ihrem Sieg in Oslo hatte sie einen Auftritt in England, ITV? und sprach dort im Interview ein Schulenglisch, was aber auch nichts im Gerinsten mit ihrem Bühnenenglisch ihrer 2010 Kunstfigur etwas zu tun hatte.

Und über ein Kunstprodukt werden Aufsätze geschrieben, hoffentlich bekommt sie wenigstens Prozente.-)

Ich war damals nur stummer Begleiter des Forum, und folgte Herrn Martinelli und Frau Ancora-)

HolgerL
22.04.2014, 19:21
Könnte es sein, dass hier einige übersehen, dass Lenas 2010 Casting Show Eurovision Show Englisch ein reines Kunstprodukt Lenas war-) Einige Tage nach ihrem Sieg in Oslo hatte sie einen Auftritt in England, ITV? und sprach dort im Interview ein Schulenglisch, was aber auch nichts im Gerinsten mit ihrem Bühnenenglisch ihrer 2010 Kunstfigur etwas zu tun hatte.

Und über ein Kunstprodukt werden Aufsätze geschrieben, hoffentlich bekommt sie wenigstens Prozente.-)

Ich war damals nur stummer Begleiter des Forum, und folgte Herrn Martinelli und Frau Ancora-)

Lena hat oft genug dargelegt, warum ihr Englisch so war wie es war.
Ich sehe keinen Grund, an der Richtigkeit zu zweifeln.

Eulenspiegel
22.04.2014, 19:34
@HolgerL Ja, ihr Englischlehrer der Mittelstufe? , im Interview im englischen Fernsehen sprach sie aber ein ausgezeichnetes deutsches Schülerinnenenglisch.
Ich fühle und fühlte mich aber ausdrücklich nicht hinters Licht geführt, sondern fand es witzig-), besonders die Diskussion in Deutschland.

Sie bestellte garantiert mit diesem Bühnenenglisch des Jahres 2010 nicht ihre fish and chips.

Aber hier in Deutschland muss ja alles seine Ordnung haben-)

Grombold
22.04.2014, 20:54
Könnte es sein, dass hier einige übersehen, dass Lenas 2010 Casting Show Eurovision Show Englisch ein reines Kunstprodukt Lenas war-) Einige Tage nach ihrem Sieg in Oslo hatte sie einen Auftritt in England, ITV? und sprach dort im Interview ein Schulenglisch, was aber auch nichts im Gerinsten mit ihrem Bühnenenglisch ihrer 2010 Kunstfigur etwas zu tun hatte.

Und über ein Kunstprodukt werden Aufsätze geschrieben, hoffentlich bekommt sie wenigstens Prozente.-)

Ich war damals nur stummer Begleiter des Forum, und folgte Herrn Martinelli und Frau Ancora-)
jo, würde ich auch ein bischen so sehen.

j_easy
22.04.2014, 22:31
Lena kannte immerhin Kate Nash und vielleicht auch schon Lilly Allen. Ich fand es passte damals sehr gut :D
Zudem ist Lena sehr anpassungsfähig und lernt sehr schnell. In relativ kürzer Zeit hatte Sie ein "sauberes" Englisch drauf.

Eulenspiegel
23.04.2014, 00:44
Hier ist ja das allseits bekannte Interview im englischen Fernsehen 1 Monat nach dem Sieg 2010.


http://www.youtube.com/watch?v=ruDH2cmRjbA

maybear
23.04.2014, 00:58
Mein Eindruck ist, sie paßt ihre Aussprache einfach an den Interviewer an (die Interviewerin, die aber wenig sagt, spricht dagegen ganz anders).

bates
23.04.2014, 01:06
Lena hat oft genug dargelegt, warum ihr Englisch so war wie es war.
Ich sehe keinen Grund, an der Richtigkeit zu zweifeln.

Ich wiederum hab das nie so ganz geglaubt, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass ein Englischlehrer konsequent mit einem derartigen Slang unterrichtet. Nun hat sich der Kerl allerdings nie dazu zu Wort gemeldet, deswegen werden wir's nie erfahren. Freilich ist die Vorstellung ganz lustig, dass, wenn Lenas Aussage stimmt, in Hannover ein paar Generationen von Schülern mit diesem Slang rumrennen, der Mann wird ja kein Privatlehrer von ihr gewesen sein ;).

Bis auf weiteres bleibe ich aber auch Anhänger der "Bühnenenglisch"-These.

Tiny Tim
23.04.2014, 01:12
Mein Eindruck ist, sie paßt ihre Aussprache einfach an den Interviewer an (die Interviewerin, die aber wenig sagt, spricht dagegen ganz anders).

Der Interviewer, Philip Schofield (http://en.wikipedia.org/wiki/Phillip_Schofield), stammt aus Lancashire im Norden Englands, die Interviewerin dagegen, Holly Willoughby (http://en.wikipedia.org/wiki/Holly_Willoughby), aus East Sussex im äußersten Süden.

j_easy
23.04.2014, 01:14
Ich wiederum hab das nie so ganz geglaubt, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass ein Englischlehrer konsequent mit einem derartigen Slang unterrichtet. Nun hat sich der Kerl allerdings nie dazu zu Wort gemeldet, deswegen werden wir's nie erfahren. Freilich ist die Vorstellung ganz lustig, dass, wenn Lenas Aussage stimmt, in Hannover ein paar Generationen von Schülern mit diesem Slang rumrennen, der Mann wird ja kein Privatlehrer von ihr gewesen sein ;).

Bis auf weiteres bleibe ich aber auch Anhänger der "Bühnenenglisch"-These.

Das wiederum zeugte davon welch kluges und talentiertes Mädchen Lena damals schon war und natürlich immer noch ist.

earplane
23.04.2014, 19:40
Beeindruckend ist alleine schon dass sie die Leute überhaupt versteht. Ich hätte mit meinem Schul-Englisch in so einer Situation verdammt alt ausgesehen. Und wie viele englische Abiturienten, ja wie viele Briten wären überhaupt in der Lage ein Interview auf Deutsch zu bewältigen?