Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Haben es Frauen schwerer im Musikgeschäft?
Interessanter Artikel über die unterschiedlichen Bezeichnungen von Männern und Frauen im Musikjournalismus:
In unserer Recherche haben wir uns die Wortwahl in den vier größten deutschsprachigen Plattformen für Musikkritiken angeschaut. Dabei zeigt sich ein deutliches Muster: Männliche Künstler werden als prägende Instanzen der Musikgeschichte verewigt, Künstlerinnen auffallend oft sexualisiert und verniedlicht.
https://kobuk.at/2026/05/sexismus-im-musikjournalismus/
Tiny Tim
16.05.2026, 09:34
Zeigt mir einen Mann, der als "Sternchen" bezeichnet wurde.
Nur einen.
Eulenspiegel
16.05.2026, 14:12
Interessanter Artikel über die unterschiedlichen Bezeichnungen von Männern und Frauen im Musikjournalismus:
https://kobuk.at/2026/05/sexismus-im-musikjournalismus/
Selber Schuld..wenn man sich so als Musikerin definiert..wieso sollte jemand musikalisch ernst nehmen..Erfolg ja…aber am Ende ist man doch nur Püppchen..
Ein Musikstudio ist ein Arbeitsplatz..glaube kaum, das sich ein Mann so erniedrigen würde
https://www.vogue.com/article/ariana-grande-cover-august-2019
https://i.postimg.cc/YSVFpshg/IMG-3960.jpg (https://postimg.cc/CZG57JCL)
Doktor Landshut
16.05.2026, 15:36
Dass neben Talent und Können Schönheit und äußere Attraktivität bei Frauen eine größere Rolle spielen, um es insbesondere im Bereich der Popmusik zu etwas zu bringen, wird wohl kaum jemand bestreiten. Das bedeutet natürlich auch, dass es Frauen insgesamt schwerer haben, wenn sie diese „Kriterien” nicht erfüllen.
PS: Auch das Alter spielt natürlich eine Rolle, sodass die Karrieren von Frauen in diesem Business aus genannten Gründen in der Regel kürzer sind als die von Männern. Entsprechend müssen sie früher vorsorgen oder auf anderen Wegen ihren Lebensunterhalt bestreiten.
glaube kaum, das sich ein Mann so erniedrigen würdeSie arbeitet da ja nicht, das ist ein gestelltes Modefoto.
https://rp-online.de/imgs/scaled/32/2/2/2/3/9/4/0/9/w620_h465_x310_y232_89909665bdcf9138.jpg
Eulenspiegel
16.05.2026, 17:26
Sie arbeitet da ja nicht, das ist ein gestelltes Modefoto.
https://rp-online.de/imgs/scaled/32/2/2/2/3/9/4/0/9/w620_h465_x310_y232_89909665bdcf9138.jpg
Sie lässt sich als Songwriterin Credits geben..also sollte sie auch den Arbeitsplatz, wo ihre Musik entsteht, ernst nehmen, wobei auch Star Photografin Lebowitz hier zum Fremdschämen war…
Das Photo ist völlig abartig..eine Beleidigung für jede Musikerin, die ihren Job ernst nimmt.
Interessanter Artikel über die unterschiedlichen Bezeichnungen von Männern und Frauen im Musikjournalismus:
https://kobuk.at/2026/05/sexismus-im-musikjournalismus/
Eine besonders beliebte Zuschreibung in der Musikberichterstattung ist „Legende“. In knapp einem Viertel der analysierten Artikel haben wir sie gefunden. In drei Jahren Berichterstattung von vier verschiedenen Medien gibt es gerade einmal 21 Frauen, die so bezeichnet werden. Bei Männern bzw. rein männlichen Bands haben wir 96 „Legenden“ gefunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass beim Begriff „Legende“ ein Mann gemeint ist, liegt bei den untersuchten Artikeln also bei 82 %.Mir ist nicht klar, ob in gleichem Maß Artikel über weibliche und männliche Musiker ausgewertet wurden oder ob sich der Unterschied von 96 zu 21 bereits daraus ergibt, dass es einfach mehr erfolgreiche Männer im Musikbusiness gibt ...
Aber selbst bei gleicher Verteilung kann man davon ausgehen, dass unter den männlichen Musikern einfach ganz reell mehr "Legenden" etc. sind ...
Connie Francis zum Beispiel, die erste Frau, die es an die Spitze der Billboard Hot 100 schaffte, ist in keinem der vier untersuchten Medien als „Legende“ vermerktDas liegt ja wohl daran, dass die Zuschreibung "Legende" einfach nicht angebracht ist, sie war vor allem Ende der 50er- bis 60er-Jahre erfolgreich, die Kategorien "Idol", "Star", "Diva" und "Sängerin" sind da eher angemessen.
Dass sie die "erste Frau an der Spitze der Billboard Hot 100" war macht sie (vor allem aus deutscher und österreichischer Sicht) auch nicht zur "Legende". Die Billboard Hot 100 gab es damals erst seit knapp 2 Jahren, im gleichen Jahr erreichte auch Brenda Lee die Chartspitze. Beim Vorläufer der Hot 100 erreichte z. B. 1957 bereits die Sängerin Debbie Reynolds die Chartspitze, von Dezember 1954 bis März 1955 war die Billboard-Chartspitze sogar fast vier Monate lang ausschließlich in weiblicher Hand!
Und wo sind die Göttinnen?Eine "Godmother of Punk" ist weniger "göttlich" als "Pop-Heilige"? "Gitarrengott", welche Frau würde sich diesen antiquiert wirkenden Titel wohl umhängen wollen? Von "Bierzeltgott" ganz zu schweigen ...
Generell ist mein Eindruck, dass die Zuschreibungen bei Musikerinnen oft kreativer sind.
Sie lässt sich als Songwriterin Credits geben..also sollte sie auch den Arbeitsplatz, wo ihre Musik entsteht, ernst nehmen, wobei auch Star Photografin Lebowitz hier zum Fremdschämen war…
Das Photo ist völlig abartig..eine Beleidigung für jede Musikerin, die ihren Job ernst nimmt.Das ist nicht ihr Arbeitsplatz, das ist lt. Beschreibung ihr "improvisiertes Heimstudio aus Kindertagen"!
Ich möchte übrigens nicht wissen, was männliche Musiker im Studio teilweise so treiben (wo dann allerdings in der Regel keine Kamera dabei ist) ...
Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, dass hier Frauen (sowohl die Musikerin als auch die Fotografin) für etwas kritisiert werden, wofür man bei Männern kein Wort verlieren würde ...
Ja, und das nennt man Sexismus (was nichts mit der deutschen Bedeutung des Wortes Sex zu tun hat).
Das ist nicht ihr Arbeitsplatz, das ist lt. Beschreibung ihr "improvisiertes Heimstudio aus Kindertagen"!
Ich möchte übrigens nicht wissen, was männliche Musiker im Studio teilweise so treiben (wo dann allerdings in der Regel keine Kamera dabei ist) ...
Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, dass hier Frauen (sowohl die Musikerin als auch die Fotografin) für etwas kritisiert werden, wofür man bei Männern kein Wort verlieren würde ...
Ja, und das nennt man Sexismus (was nichts mit der deutschen Bedeutung des Wortes Sex zu tun hat).
:daumen:
Sexismus und schlimmeres ist im Musikbusiness leider weiterhin sehr verbreitet.
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