Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ESC 2017 in der Ukraine
1. war das nicht Lenas eigener Song
na eben drum ;)
sorry ich habe wieder den hier :ironie: vergessen :)
esiststeffen
15.05.2017, 02:16
Conchita Wurst hat auch mit einem Song gewonnen, der jahrelang in der Schublade gelegen hatte. Ganz grundsätzlich gilt: Es gab und gibt kein Patentrezept, wie man einen erfolgreichen ESC-Künstler und -Song auswählen sollte. Ob man einen Song zu einem Künstler wählt oder einen Künstler zu einem Song; ob man eine pompöse Vorentscheidsshow veranstaltet oder im stillen Kämmerlein entscheidet – alles kann gleichermaßen zu beispiellosem Erfolg führen wie zu beispiellosem Misserfolg. Es kommt immer auf ein Gesamtkonzept an, das – und das ist das Entscheidende – letztlich nicht planbar ist. Und genau das macht ja auch nicht zuletzt den Reiz des ESC aus ;)
oder siehe Lena mit Satellite :X:)
außerdem gab es doch genügend Künstler die mit ihren eigenen Songs in den letzten Jahren beim Vorentscheid oder beim Finale angetreten sind, das kann es also auch nicht sein
Schlechtes Beispiel.
Lena hat, auch aus fremden Liedern, immer ihr eigenes Ding gemacht.
Satellite gabs in verschiedenen Varianten, ich glaube Sie singt es jedesmal anders.
esiststeffen
15.05.2017, 03:11
Schlechtes Beispiel.
Lena hat, auch aus fremden Liedern, immer ihr eigenes Ding gemacht.
Satellite gabs in verschiedenen Varianten, ich glaube Sie singt es jedesmal anders.
Was hätte Levina gehindert, mit "Perfect Life" ebenso zu verfahren? Bzw. wäre dies nicht eigentlich sogar die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Popsänger, aus einem Song "sein eigenes Ding" machen zu können?
vampire67
15.05.2017, 08:41
Was hätte Levina gehindert, mit "Perfect Life" ebenso zu verfahren? Bzw. wäre dies nicht eigentlich sogar die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Popsänger, aus einem Song "sein eigenes Ding" machen zu können?
Das problem ist das wer sein eigenes ding mach auch auf gegenwind stösst.
Raab hatte Lena genau da durchmanövriert mit z.T. auch mal recht aggressiven mittel (man denke an die pressekonferenz). Das kam nicht bei jedem gut an, aber die moserer haben dabei ziemlich schlecht ausgesehen als die hater und idioten die sie sind.
Heute verpacken sich die gleichen leute als 'experten' und haben das schlechte abschneiden ja schon immer gewusst.
Weh tut dann nur das diese leute noch bestätigt werden.
So funktioniert im nächsten jahr die auswahl noch schlechter weil diese miesmacher wieder die auswahl dominieren werden und alles was ihnen nicht passt ablehnen.
Man denke mal an die abstimmung 2013(?) gegen Unheilig. Da wurde nicht für einen interpreter abgestimmt, sondern strategisch: bloss nicht der!
So funktioniert ESC leider auch nicht.
earplane
15.05.2017, 08:47
Der Sündenfall war vor ein paar Jahren als Cascada gegen Brassbanda durchgedrückt wurde.
Das war die Entscheidung des Publikums (Televoting). Leider sucht selbiges gern die Schuld bei anderen wenn es schief geht. Die eigene Mitverantwortung wird gern verdrängt.
Abgesehen davon hätten wir mit Andreas Kümmert ja bald darauf einen einen eigenwilligen Künstler mit eigenem Song zum ESC geschickt. Den hat nur leider im letzten Moment der Mut verlassen. Für Deutschland wird auch in Zukunft kein empfindsamer Künstler zum ESC fahren. Dafür sorgt schon die Unheilige Allianz aus Hetzpresse und Internet Hooligans.
Und Vampi hat Recht, das mehrstufige Abstimmungsverfahren im Vorentscheid begünstigt in gewisser Weise die Saboteure.
Irgendwie interessant. Wenn man nicht aus Russland kommt, darf man auf der Krim auftreten und trotzdem in der Ukraine beim ESC teilnehmen:
http://www.aufrechtgehn.de/2017/05/kinderbonus-kristian-kostovs-krim-konzert-bleibt-ohne-konsequenz/
Brummell
15.05.2017, 15:29
Irgendwie interessant. Wenn man nicht aus Russland kommt, darf man auf der Krim auftreten und trotzdem in der Ukraine beim ESC teilnehmen:
http://www.aufrechtgehn.de/2017/05/kinderbonus-kristian-kostovs-krim-konzert-bleibt-ohne-konsequenz/
Es ist schon lustig wie du den Inhalt resumierst und was "Aufrechtgehn" berichtet.
Nach dem Artikel kam das Gesetz nicht zur Anwendung, weil (so die ukrainischen Behörden):
a) es zum Zeitpunkt des Auftritts noch keine Rechtskraft hatte.
(So etwas gibt es auch in der BRD. Ein vom Bundestag verabschiedetes und vom Präsidenten unterzeichnetes Gesetz erlangt z. B. erst Rechtskraft mit dem Datum der Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Recht ist halt etwas sehr formalistisches. So passiert es z. B. auch immer wieder, dass ein Täter aus formalen Gründen [z.B. wegen Verstoß gegen die Strafprozessordnung] nicht verurteilt werden kann)
b) der Betroffene (der bulgarische Sänger) soll zum fraglichen Zeitpunkt keine 14 Jahre alt - und somit noch nicht strafmündig - gewesen sein.
esiststeffen
15.05.2017, 15:40
@Vampi: Verstehe ich dich richtig, dass Levina (u.a.) deshalb so schlecht abgeschnitten hat, weil man ihr zu wenig (künstlerische) Freiheiten gelassen hat...? :gruebel:
Fakt ist jedenfalls, Lena hat damals mit einem Song gewonnen, den sie (genau wie Levina) nicht selbst ausgesucht, sondern vom Publikum "aufgedrückt" bekommen hat. Genau das war ja Divers Argument, warum Deutschland schon wieder so schlecht abgeschnitten hat. Aber wie man eben an Lena sieht, kann es wohl doch nicht nuuuuur daran liegen ;)
LilyHydrangea
15.05.2017, 16:04
Lena hatte ja zusammen mit Stefan auch Love Me für ihre USFO-Songauswahl geschrieben, den wollte das Publikum aber nicht in Oslo sehen. Bei USFD war sie an zwei der zur Auswahl stehenden Songs beteiligt, das Publikum wollte aber TBAS. Der 10. Platz, den sie damals damit erreicht hat, scheint heute nahezu unerreichbar zu sein. Und auch Roman Lob, der ja immerhin einen respektablen achten Platz erreicht hat, hat seinen Song nicht selbst geschrieben.
In
Umgekehrt ist Satellite in der Version von Jennifer Braun beim Publikum auch durchgefallen. Die Kombination zwischen Sänger und Song muss irgendwie einfach stimmen, von daher fand ich die Idee, einen Song von mehreren Interpreten bzw. umgekehrt einen Interpreten mehrere Songs singen zu lassen, eigentlich gar nicht schlecht.
In einem anderen Thread wurde der schwedische Beitrag als ziemlich durchschnittlicher Boyband-Pop bezeichnet. Joa, stimmt, berauschend war deren Song jetzt auch nicht, aber er war zumindest einigermaßen gut inszeniert, ähnlich wie Mans Zelmerlöw 2015 mit dem Strichmännchen. Die Inszenierung bzw. das Bühnenbild hat Levinas Song hingegen auch ziemlich farblos wirken lassen.
Ich glaube, schon beim letzten Mal, als hier nach Jamie-Lees letztem Platz die gleiche Frage diskutiert wurde, wurde schon dieser Dreiklang von Sänger, Song und Inszenierung aufgestellt. Ich glaube, auch 2017 ändert sich da nichts dran. Ein Patentrezept, wie man das hinkriegt, hab ich allerdings auch nicht. Also müssen wir doch eine Supergroup aus dem Rammstein-Sänger, H.P. Baxxter und Helene zum nächsten ESC schicken :ugly: (Das wiederum wäre wahrscheinlich wieder so schräg, dass ich es mir sogar angucken würde :D )
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