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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gewinnen wir den ESC?



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leona
19.05.2017, 22:51
Gerade mal wieder angeschaut (http://www.unser-star-fuer-baku.tv/videos/player/index.html?contentId=63140&initialTab=related&showId=), und jetzt bin ich schon wieder unsicher, ob es nicht auch damit zwingend hätte klappen müssen. :wub: (O-Ton Raab: "Guck mal - blüht alles ..." :D)

Danke für's Posten, hab gerade nach sehr langer Zeit mal wieder ein paar USFO Videos geguckt und ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber es kommt einfach jedes mal dieses ganz spezielle Feeling auf. Obwohl ich USFO damals nicht verfolgt habe fühlt es sich irgendwie so an und ich werde total nostalgisch. :wub:
Schön auch dass Lena nicht so verdorben ist dass man mit Wehmut auf diese Zeit zurück blicken muss. Und auch immer wieder spannend wie Gestik und Tonfall bei den Interviews mit Matthias oder Sabine teilweise immernoch genauso wie heute sind. :)

Eulenspiegel
20.05.2017, 00:43
Deutscher Trash? Welchen ESC-Beitrag Deutschlands der letzten Jahre (genaugenommen seit Stefan Raab und Guildo Horn) würdest du denn als "Trash" vergleichbar z. B. mit dem schwedischen Beitrag dieses Jahres einordnen? Das waren eher durchaus nicht schlechte, aber eben auch nicht wirklich gute und eher unauffällige Popsongs. Auch in der Inszenierung gibt es erhebliche Unterschiede.

DiePop Songs mit denen Deutschland in den letzten Jahre waren teilgenommem hat, waren alle schlecht. Kein Mensch hätte sich die ohne ESC auch nur 10 Sekunden angehört oder gar gekauft.
Schweden setzt meistens auf männliches...was bei der ESC Zielgruppe ankommt, Musik ist da nicht so wichtig. Ehe aber für Deutschland abgestimmt wird, muss da deutlich mehr kommen.

esiststeffen
20.05.2017, 02:04
Deutscher Trash? Welchen ESC-Beitrag Deutschlands der letzten Jahre (genaugenommen seit Stefan Raab und Guildo Horn) würdest du denn als "Trash" vergleichbar z. B. mit dem schwedischen Beitrag dieses Jahres einordnen? Das waren eher durchaus nicht schlechte, aber eben auch nicht wirklich gute und eher unauffällige Popsongs. Auch in der Inszenierung gibt es erhebliche Unterschiede.

DiePop Songs mit denen Deutschland in den letzten Jahre waren teilgenommem hat, waren alle schlecht. Kein Mensch hätte sich die ohne ESC auch nur 10 Sekunden angehört oder gar gekauft.
Schweden setzt meistens auf männliches...was bei der ESC Zielgruppe ankommt, Musik ist da nicht so wichtig. Ehe aber für Deutschland abgestimmt wird, muss da deutlich mehr kommen.
Okay, ich glaube, wir sollten erst mal definieren, was genau in dem Fall unter "Trash" zu verstehen ist ... ;)

Da gibt es natürlich die Beiträge, die (unfreiwillig) so erbärmlich und over the top sind, dass man sie sich nur mit einer gehörigen Portion Fremdschämen angucken kann. Aus deutscher Sicht würde ich z.B. Alex und Oscar aus dem Jahr 2009 zählen, wo vermutlich jeder in diesem Land eh schon vorher wusste, dass das beim ESC nix werden würde. Dann gibt es aber auch Beiträge, die mit diesem Fremdschäm-Faktor ganz bewusst und parodistisch spielen, wie eben Stefan und Guildo. Ich denke mir, solche ganz bewusst überzeichneten Beiträge kommen beim ESC in der Regel auch besser an als solche, die durchaus ernst gemeint sind; und ich denke, zumindest aus heutiger Sicht kann (wenn nicht muss) man "Guildo hat euch lieb" in der Tat für einen Geniestreich halten. Und zu guter Letzt kann man natürlich ganz allgemein sämtliche Beiträge, die eben eher schlecht und flach geraten sind, als "Trash" bezeichnen. Ja, @maybear, zum Fremdschämen wie Alex und Oscar fand ich Ann Sophie und ihre beiden Nachfolgerinnen musikalisch gesehen in der Tat nicht (zum Einschlafen schon eher); aber besonders gehaltvoll und herausstechend eben auch nicht. So hatte ich Eulenspiegel bzgl. "Trash" verstanden und so hat er es ja offensichtlich auch gemeint. Die Schweden scheinen aber also offensichtlich doch ein Geheimnis zu kennen, wie man auch mit mittelmäßigen Beiträgen weit vorne landet (der schwedische von diesem Jahr ist mir zB, anders als der von 2016, überhaupt nicht im Ohr gebleben), das den Deutschen bislang verborgen geblieben ist .... ;)

maybear
20.05.2017, 03:07
Schweden setzt meistens auf männliches...was bei der ESC Zielgruppe ankommt ...Seltsam, daß da in den letzten Jahren überwiegend Frauen gewonnen haben ...

Randwer
20.05.2017, 10:51
Seltsam, daß da in den letzten Jahren überwiegend Frauen gewonnen haben ...

Nur wenn Du Tom Neuwirths Kunstfigur Conchita Wurst als Frau zählst.

Melanie
20.05.2017, 11:59
Nur wenn Du Tom Neuwirths Kunstfigur Conchita Wurst als Frau zählst.

Ohne Conchita sind es 9 Frauen, 2 Bands, 2 Duos (mm & mw) und 4 Männer seit dem Jahr 2000

esiststeffen
20.05.2017, 12:42
Kommt immer ganz drauf an, eo man zu zählen anfängt ;)

Wenn wir die letzten zehn Contests nehmen, ist es exakt ausgeglichen (4 Männer, 4 Frauen, 1 gemischtes Duo und 1 Irgendwodazwischen) ... wenn wir bei Lena anfangen, sind es (da unmittelbar vor ihr zweimal ein Mann gewonnen hatte) aber plötzlich doppelt so viele Frauen wie Männer ;)

Morillo
20.05.2017, 17:12
Aber hallo! Genau das meine ich ja! :zahn:
Und ich möchte wetten, daß sehr sehr vielen ESC-Guckern an jenem Abend der Mund genauso offen stand. Jedenfalls wäre ich der letzte, der diesen Faktor bei Lena kleinreden oder gar leugnen würde, im Gegenteil. Tatsächlich messe ich dem so große Bedeutung bei, daß der Song schon allein deshalb für mich ziemlich in den Hintergrund tritt.
Und - ohne hier ein weiteres Faß aufmachen zu wollen - das gilt doch bis heute: Lenas Erfolg wäre ohne ihre äußere Erscheinung nicht denkbar.

Es macht mich richtiggehend traurig, wenn Lena so sehr aufs Äußerliche reduziert wird. Lena wurde von dem Song Satellite in ebenso hohem Maße begünstigt wie Satellite von Lena begünstigt wurde. Es war die Kombination Song/Lenas einzigartige Stimme und Interpretationsweise/Performance welche den Sieg ermöglicht hat. Wobei ich allen drei Variablen dieselbe Wichtigkeit zuerkennen möchte. Ich halte es insgesamt sehr wohl für möglich dass Satellite auch mit einer anderen Interpretin gewinnen hätte können, glaube hingegen nicht, dass Lena mit jedem x-beliebigen Song, schon gar nicht mit dem vielzitierten "Telefonbuch" hätte gewinnen können.

Den Sieg ausschließlich auf Lenas Äußere zu reduzieren wäre zudem eine sträfliche Unterschätzung sowohl der Jury als auch der votenden Zuschauer. Der sabbernde hyperventilierende Ami in dem Video oben steht für mich nicht stellvertretend für das Abstimmungsverhalten von Jury und votenden Zuschauern. Außerdem gab es in den letzten zwanzig Jahren eine ganze Reihe von Interpretinnen, deren rein äußerliche Erscheinung jene Lenas um Längen übertraf, welche aber dennoch zumeist nicht über das Mittelfeld hinauskamen, eben weil der Song neben äußerlichen Attributen der Künstler sehr wohl eine Rolle spielt.

Ill
21.05.2017, 16:38
Es macht mich richtiggehend traurig, wenn Lena so sehr aufs Äußerliche reduziert wird. Lena wurde von dem Song Satellite in ebenso hohem Maße begünstigt wie Satellite von Lena begünstigt wurde. Es war die Kombination Song/Lenas einzigartige Stimme und Interpretationsweise/Performance welche den Sieg ermöglicht hat. Wobei ich allen drei Variablen dieselbe Wichtigkeit zuerkennen möchte. Ich halte es insgesamt sehr wohl für möglich dass Satellite auch mit einer anderen Interpretin gewinnen hätte können, glaube hingegen nicht, dass Lena mit jedem x-beliebigen Song, schon gar nicht mit dem vielzitierten "Telefonbuch" hätte gewinnen können.

Den Sieg ausschließlich auf Lenas Äußere zu reduzieren wäre zudem eine sträfliche Unterschätzung sowohl der Jury als auch der votenden Zuschauer. Der sabbernde hyperventilierende Ami in dem Video oben steht für mich nicht stellvertretend für das Abstimmungsverhalten von Jury und votenden Zuschauern. Außerdem gab es in den letzten zwanzig Jahren eine ganze Reihe von Interpretinnen, deren rein äußerliche Erscheinung jene Lenas um Längen übertraf, welche aber dennoch zumeist nicht über das Mittelfeld hinauskamen, eben weil der Song neben äußerlichen Attributen der Künstler sehr wohl eine Rolle spielt.
Ich reduziere Lena nicht, hier geht es einfach um die Anteile der einzelnen Faktoren am vielzitierten "Gesamtpaket". Und da sehe ich gerade bei ihrem ESC-Auftritt eben den Wow-Effekt durch ihr Äußeres und natürlich den fulminanten Auftritt als Ganzes im Vordergrund, die Frage der Qualitäten von Satellite dagegen eher hinten.
Die Reaktion des Amis im Video steht dabei für einen m. E. nicht unerheblichen Anteil am Publikum und damit für einen wesentlichen Bestandteil von "It's the singer, not the song" (damals von Raab völlig zu Recht verwendet). Bei Nicoles Sieg z. B. würde ich eher das umgekehrte behaupten.
Telefonbuch ist natürlich ebenso übertrieben wie meine 99%-Aussage oben, weißt du aber selbst.

Eulenspiegel
21.05.2017, 20:06
Ich reduziere Lena nicht, hier geht es einfach um die Anteile der einzelnen Faktoren am vielzitierten "Gesamtpaket". Und da sehe ich gerade bei ihrem ESC-Auftritt eben den Wow-Effekt durch ihr Äußeres und natürlich den fulminanten Auftritt als Ganzes im Vordergrund, die Frage der Qualitäten von Satellite dagegen eher hinten.
Die Reaktion des Amis im Video steht dabei für einen m. E. nicht unerheblichen Anteil am Publikum und damit für einen wesentlichen Bestandteil von "It's the singer, not the song" (damals von Raab völlig zu Recht verwendet). Bei Nicoles Sieg z. B. würde ich eher das umgekehrte behaupten.
Telefonbuch ist natürlich ebenso übertrieben wie meine 99%-Aussage oben, weißt du aber selbst.
Das stimmt bei Nicole zum damaligen Zeitpunkt nicht. Der Auftritt, ihr Erscheinungsbild - war von Siegel durchgeplant und war ein Erfolg, bei der Performance nach dem Sieg hatte sie eine Authentizität eine Qualität, die Helene Fischer nie erreichen wird.
Mann kann lästern, aber immer gerecht ;)Die Hintergrundmusiker würden nätürlich heute gut in HF Konzerte passen ;)


https://www.youtube.com/watch?v=mnjahffO7eI