Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amy Winehouse
Amy Winehouses Leiche soll heute obduziert werden. Morgen ist die Todesursache bekannt. Ich war auch geschockt am Samstag und hätte fast geweint. Aber gleichzeitig bin ich auch wütend auf Amys Familie und Freunde, die es nicht geschafft haben, Amy aus der Scheisse rauszuhelfen.
Hollie60
25.07.2011, 12:57
Auch JAN FEDDERSEN schreibt darüber
http://eurovision.blog.ndr.de/2011/07/25/die-tragodie-der-amy-winehouse/
Axel1954
25.07.2011, 13:20
Aber gleichzeitig bin ich auch wütend auf Amys Familie und Freunde, die es nicht geschafft haben, Amy aus der Scheisse rauszuhelfen.
Du hast gut reden, ich verzweifel schon daran das ich meiner Frau das Rauchen nicht abgewöhnt bekomme, obwohl es für sie als CLL Patient mehr als wichtig wäre oder sie nicht zu Einsicht bringe das die Spülmaschine voll sein muß um wirtschaftlich zu sein .......
...... was ich damit meine ist, einen Menschen der seine Sturheit voll auslebt kann nichts und niemand von seinem Kurs abbringen, auch keine Katastrophe, man kann ihn nur entmündigen, eine Möglichkeit die ich selbst im schlimmsten Fal nicht anwenden möchte!
Alva Felize
25.07.2011, 14:24
...... was ich damit meine ist, einen Menschen der seine Sturheit voll auslebt kann nichts und niemand von seinem Kurs abbringen
ich denke es ist etwas mehr als sturheit. es ist krankheit. und manche menschen sind eben selber nicht stark genug, um wieder gesund zu werden. da kann oft auch das umfeld nichts tun. leider.
edit: ich rede selbstverständlich nicht von deiner frau
Axel1954
25.07.2011, 14:47
@Alva Felize
..... ich gehe auch soweit das absolute Sturheit auch eine Art psychischer Krankheit ist oder sein kann, genau so wie pathologische Eifersucht. Trotzdem ist einem Menschen der in so einer Lage ist nicht unbedingt zu helfen, denn die Person muß auch bereit sein die Hilfe anzunehmen und wenn man die Geschichte von AW über die Jahre betrachtet war sie nicht bereit dazu, wie auch bei einigen anderen "Stars" (z.B. Lindsay Lohan)
Ich hatte es ja zuerst im Videotext gesehen. Da stand leblos aufgefunden. Da dachte ich noch, na bestimmt wiederbelebt worden, aber nichts. Erinnert mich sehr an Michael Jacksen. Ohne Amyfan zu sein hab ich doch erstmal geschluckt.
Das das Showgeschäft hart ist, ist wohl jedem klar. Es fordert regelmässig seine Opfer. Für einen einzelnen Menschen muss es sehr schwer sein, damit umzugehen, sehr schnell so berühmt zu sein. Alle lieben einen, jubeln wollen etwas. Das ist sicher ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Eigentlich beginnt hier schon die Sucht. Unser Körper ist ja in der Lage Substanzen auszuschütten, die denen welche später durch die geschundenen Venen fliessen, fast identisch sind. Dieses Glücksgefühl hat man auf der Bühne. Nur was ist wenn dies ausbleibt, Misserfolge gehören zu jedem Leben, vielleicht private Niederlagen ebenso. Dann geht es einem schlecht, burnout Stress sind die Folge. Man will wieder zurück an der Stelle des Erfolgs. Das Managment tut sicher sein übriges, schliesslich geht um Geld, sehr viel Geld. Am lukrativsten ist es, das grosse Finale findet auf der Bühne statt. Nun will sich aber der Erfolg nicht erzwingen lassen. Wenn man etwas unbedingt will, bekommt man es meist nicht. Wird man schnell so bekannt verändert sich auch das Umfeld sehr stark. Neue Freunde kommen hinzu, gute Freunde aber auch falsche Freunde. Sie warten auf ihre Chance. In einem Augenblick der Schwäche und Ausgebranntheit liegt er plötzlich auf dem Tisch, der kleine Spassmacher. So harmlos sieht er aus. Du weisst, dass es falsch ist, das weiss jeder ganz genau. Aber das ist noch das Gefühl der Ausgebranntheit und der endlosen Leere. Nur einmal, da wird schon nichts passieren, sagt man. Und schon ist der Spassmacher weg. Man fühlt sich wieder stark, könnte Bäume ausreissen, vielleicht kehrt auch der Erfolg zurück. Jedoch verlässt das glücklich machende Gift den Körper viel zu schnell, und die Depression sowie alle negativen Gefühle kehren zurück. Der gute Freund, er ist immer in der Nähe, hat immer was dabei. Nur einmal noch sagt man sich, nur bis ich wieder in der Spur bin. Dann hör ich auf. Ich hab das im Griff. Der wichtigste Satz jedes Abhängigen. Dabei hat man schon lange nichts mehr in Griff, sondern es einen. Man befindet sich unweigerlich in der sich nach unten verjüngenden Abwärtsspirale, die nur ein Ziel kennt. Nur das will man nicht wahrhaben, das wäre Schwäche aber man fühlt sich nicht schwach, nur ohne den Stoff. Die alten Freunde von früher, sie mahnen und meckern, die sind aber nur neidisch, weiter nichts. Vielleicht kommt noch einmal ein lichter Augenblick, der Einsicht bringt, dass etwas grundlegend schief läuft. Dann muss sie da sein die helfende Hand, denn allein schafft man das nicht. Selbst mit Hilfe schaffen es nur die wenigsten.
Alva Felize
25.07.2011, 15:41
@Alva Felize
..... ich gehe auch soweit das absolute Sturheit auch eine Art psychischer Krankheit ist oder sein kann, genau so wie pathologische Eifersucht.
das mag es geben. ich glaube aber nicht, dass man die "drogensucht" als krankheit mit der "sturheit" als krankheit gleichsetzen kann. es mag höchstens vielleicht aspekte in beiden krankheiten geben, die ähnlich sind.
Trotzdem ist einem Menschen der in so einer Lage ist nicht unbedingt zu helfen, denn die Person muß auch bereit sein die Hilfe anzunehmen und wenn man die Geschichte von AW über die Jahre betrachtet war sie nicht bereit dazu, wie auch bei einigen anderen "Stars" (z.B. Lindsay Lohan) ja, es ist richtig dass der betroffene offen für die hilfe sein muss.
unabhängig davon bin ich vorsichtig, mir ein urteil über prominente zu machen. da muss man sicherlich vorher gut recherchieren, weil die presse nicht immer unbedingt nur die reine wahrheit präsentiert. bei amy würde ich vielleicht eher sagen, sie hat es nicht geschafft, als sie hat es nicht gewollt. denn sie hat doch immer wieder den versuch des entzuges gemacht.
Axel1954
25.07.2011, 16:23
@Alva Felize
...... ich sage nur "Rehab ... no, no, no"!
..... und mit Sturheit meinte ich nicht die Drogensucht, sondern die Sturheit keine Hilfe zu zulassen, das muß man getrennt sehen, es gibt ja auch eine Menge Drogenkranke die Hilfe zulassen.
Alva Felize
25.07.2011, 17:11
@Alva Felize
...... ich sage nur "Rehab ... no, no, no"!
ja das hat sie gesungen. aber sie hat doch selber schon mehrere entzüge gemacht, auch in diesem jahr noch einen, oder bin ich falsch informiert?
..... und mit Sturheit meinte ich nicht die Drogensucht, sondern die Sturheit keine Hilfe zu zulassen, das muß man getrennt sehen, es gibt ja auch eine Menge Drogenkranke die Hilfe zulassen. ja, und leider schaffen manche es dann trotzdem nicht...
ich weiss nicht, mir ist die erklärung "sturheit" wohl etwas zu reduziert. sie kann bestimmt eine wichtige rolle spielen im krankheitsverlauf. ich glaube aber, dass das ganze psychologisch ein wenig komplexer ist. ich kann mir zum beispiel vorstellen (bzw. weiss es auch aus privaten erfahrungen), dass viele sich der schwere ihrer sucht einfach lange nicht bewusst sind. sie sehen den abgrund, auf den sie zulaufen, einfach (noch) nicht.
im endeffekt muss wohl jeder mensch mit seiner geschichte und krankheit individuell betrachtet werden.
Doktor Landshut
25.07.2011, 17:32
im endeffekt muss wohl jeder mensch mit seiner geschichte und krankheit individuell betrachtet werden.
:thankyou:
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