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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 27.04.2012 - ARD - Lena beim Deutschen Filmpreis



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gauloises
30.04.2012, 05:17
Es ist ja die ewige Krux mit dem postmodernen Bewusstsein, dass es qualitative Unterscheidungen scheut und unter Totalitarismusverdacht stellt, wo doch die ach so bunte Vielfalt des Allmöglichen winke. Ich dagegen weigere mich, eine solch eindimensionale Gleich-Gültigkeit alles Gegebenen anzunehmen, nur weil die alten Autoritäten mit ihrer unangreifbaren Definitionsmacht des Guten und des Schlechten verschwunden sind (was ich von Herzen begrüße). Statt dessen bestehe ich darauf, dass das jeweils Vorfindliche aus sich selbst heraus Anhaltspunkte für eine qualitative Beurteilung gibt, und dass man als genauer Beobachter diese Anhaltspunkte ernst nehmen sollte. Wie gesagt, eine qualitative Beurteilung ist noch lange kein Verdikt über die Existenzberechtigung des Beurteilten, aber sie lässt sich eben auch nicht einfach durch ein plattes "Alles ist hübsch" ersetzen, ohne dass dabei etwas ganz Wesentliches verloren geht: nämlich das Bewusstsein für Außergewöhnliches, für die Sehnsucht nach dem Besonderen und für die seltenen Augenblicke, in denen man Größerem begegnet als man bisher kannte.

Sehr schön formuliert.

howy
30.04.2012, 07:37
So, hier mal die 30sec Lena rausgecuttet:

http://www.youtube.com/watch?v=8EIFDzhbmVM

Da ich diese Sendung, die VOX-Sendung und die Wiederholung verpasst habe: :-*:thumbsup::thankyou:

rumimo
30.04.2012, 07:56
So, hier mal die 30sec Lena rausgecuttet:

http://www.youtube.com/watch?v=8EIFDzhbmVM
Danke schön, um 5:10 heute morgen kam nur die ganze DSDS K...e

Surfer
30.04.2012, 09:22
So, hier mal die 30sec Lena rausgecuttet:

http://www.youtube.com/watch?v=8EIFDzhbmVM

Dank dir vampire67. Auf euch ist Verlass. Da schmeckt das Frühstück gleich besser.:)
Hatte beim zappen keine Chance zur Reaktion. Gucke sonst kein RTL. War nur eine intuitive Handlung als ich auf den Sender kam. Das mit den längeren Bericht ist natürlich relativ zu den anderen VIPs zu sehen. Hoffe ich habe keine zu großen Erwartungen geschürt.
Interessant fand ich aber, wie sehr Frau Ludowig sich am Ende des Berichtes erkennbar auf die Lippen biss. :D

Grombold
30.04.2012, 10:04
Ohne Frage ist das vollkommen konfus zusammen geschnitten.

ziggy
30.04.2012, 13:02
@ziggy: Es geht doch nicht darum, dass für etwas anderes als "das Schöne, Reine und Gute" kein Platz mehr sein dürfe.
doch, das war auch Teil der Diskussion -> Will man Leute wie Bohlen u Katzenberger auf dem roten Teppich. Darauf bezog sich Ästhetik des Hässlichen und Dame mit Bart usw.


Der Ausgangspunkt unserer Diskussion war doch die Frage, ob eine qualitative Unterscheidung zwischen Stars, Sternchen und "Promis" bzw. zwischen A-, B- und C-Berühmtheiten statthaft sei. Das hast Du vehement abgelehnt, aber Deine ganze bisherige Argumentation liefert keinerlei stichhaltige Begründung dafür. Statt dessen verlegst Du Dich einfach nur darauf, dass für alle Platz sei (oder wie bates es aufgefasst hat: dass jeder das "Recht" habe, über rote Teppiche zu latschen). Das ist mir aber einfach zu platt. Es ist ja die ewige Krux mit dem postmodernen Bewusstsein, dass es qualitative Unterscheidungen scheut und unter Totalitarismusverdacht stellt, wo doch die ach so bunte Vielfalt des Allmöglichen winke. Ich dagegen weigere mich, eine solch eindimensionale Gleich-Gültigkeit alles Gegebenen anzunehmen, nur weil die alten Autoritäten mit ihrer unangreifbaren Definitionsmacht des Guten und des Schlechten verschwunden sind (was ich von Herzen begrüße). Statt dessen bestehe ich darauf, dass das jeweils Vorfindliche aus sich selbst heraus Anhaltspunkte für eine qualitative Beurteilung gibt, und dass man als genauer Beobachter diese Anhaltspunkte ernst nehmen sollte. Wie gesagt, eine qualitative Beurteilung ist noch lange kein Verdikt über die Existenzberechtigung des Beurteilten, aber sie lässt sich eben auch nicht einfach durch ein plattes "Alles ist hübsch" ersetzen, ohne dass dabei etwas ganz Wesentliches verloren geht: nämlich das Bewusstsein für Außergewöhnliches, für die Sehnsucht nach dem Besonderen und für die seltenen Augenblicke, in denen man Größerem begegnet als man bisher kannte.
Ich denke wir gewichten solche Veranstaltungen sehr unterschiedlich. Ich schätze Künstler dann wenn sie schaffen und in Momenten in denen die Luft vor Kreativität knistert. Bewusstsein für Außergewöhnliches, für die Sehnsucht nach dem Besonderen und für die seltenen Augenblicke, in denen man Größerem begegnet als man bisher kannte habe bisher noch nie beim Betrachten von roten Teppich Beschreitungen verspürt. Das ist eine BussiBussiSociety Geschichte, die bei manchen scher auch mit Spaß verbunden (und deswegen herzlich gegönnt meinerseits) ist, aber Zauber nur dann entfaltet würde, wäre sie von Falco in einem bissigen Song verarbeitet worden.
Also für mich ist das ein Auflauf, schwummriges Mischmasch, das vielleicht ganz gut sein kann, in dem man aber sich nicht etwas essentielles herauszieht. Und natürlich habe ich nicht gesagt, dass für alle Platz sei und jeder "das Recht habe über den Teppich zu latschen" - natürlich haben nur die Leute das Recht über den Teppich zu latschen, die zu der Veranstaltung eingeladen wurden. Es macht vielleicht Sinn manches basisdemokratisch zu entscheiden, aber die Vergabe von Veranstaltungseinladungen zur lola ist sicher nicht der Fall. Lola ist wohl eher eine Art Firmenfeier der Branche zu der man einfach mal alle einladet als ein hoch glamouröses Happening bei dem die Einladung als besondere Auszeichnung zu sehen ist.

Und das ABC-Kastensystem, das ich kritisiert habe: Es ist weder klar was da beurteilt wird (Prominenz oder Starappeal oder Bekanntheit im Metier oder Können im Metier usw.) noch wie beurteilt wird (anhand welcher Kriterien, wie werden diese gewichtet) . Das ist doch immer nur eine willkürlich getroffene und subjektive Einteilung. Deswegen ist das einfach nur sinnentleert diese zu treffen.

Wenn es jemand schafft so ein Bewusstsein, das du beschreibst, in mir auszulösen, dann ist meine Reaktion eher ein "das isses! Nice!" als ein "oh yeah A-Promi, jetzt schaue ich mir ein paar society photos von der Person an.
Zufällig ein Schlingensief gewidmetes Bild von Patti Smith einer Austellung entdecken vs. Bilder von Super-Promi anschauen: 1:0 für den Moment des zufälligen entdecken des Bildes.
Oder anders: der Künstler selbst ist für mich eigentlich nur Clark Kent, nur wenn superartpower eingesetzt wird (also das Supermantrikot zu Vorschein kommt), bewundere ich ihn oder sie.

Ich wünschte übrigens, ich hätte die superpenpower meine Gedanken small&sexy in einen knappen Satz zu packen, aber es st montag Vormittag und dadurch bin ich arg gehandicapped.

vampire67
30.04.2012, 13:34
Und das ABC-Kastensystem, das ich kritisiert habe: Es ist weder klar was da beurteilt wird (Prominenz oder Starappeal oder Bekanntheit im Metier oder Können im Metier usw.) noch wie beurteilt wird (anhand welcher Kriterien, wie werden diese gewichtet) . Das ist doch immer nur eine willkürlich getroffene und subjektive Einteilung. Deswegen ist das einfach nur sinnentleert diese zu treffen.
Eben, es ist völlig willkürlich, und es gibt halt leute für die ist Lena was für unsereiner die Katzenberger ist. Muss man nicht nachvollziehen können, aber ist so :hmm:

Peter M. aus V.
30.04.2012, 14:09
Ich schätze Künstler dann wenn sie schaffen und in Momenten in denen die Luft vor Kreativität knistert. "Bewusstsein für Außergewöhnliches, für die Sehnsucht nach dem Besonderen und für die seltenen Augenblicke, in denen man Größerem begegnet als man bisher kannte" habe bisher noch nie beim Betrachten von roten Teppich Beschreitungen verspürt. Das ist eine BussiBussiSociety Geschichte, die bei manchen scher auch mit Spaß verbunden (und deswegen herzlich gegönnt meinerseits) ist, aber Zauber nur dann entfaltet würde, wäre sie von Falco in einem bissigen Song verarbeitet worden.
:thumbsup: Ganz Deiner Meinung!
Und ich finde auch den Rest Deines Beitrags gut, er ist auch in mehreren Sätzen immer noch sexy.

Brummell
30.04.2012, 15:10
doch, das war auch Teil der Diskussion -> Will man Leute wie Bohlen u Katzenberger auf dem roten Teppich. Darauf bezog sich Ästhetik des Hässlichen und Dame mit Bart usw.


Ich denke wir gewichten solche Veranstaltungen sehr unterschiedlich. Ich schätze Künstler dann wenn sie schaffen und in Momenten in denen die Luft vor Kreativität knistert. Bewusstsein für Außergewöhnliches, für die Sehnsucht nach dem Besonderen und für die seltenen Augenblicke, in denen man Größerem begegnet als man bisher kannte habe bisher noch nie beim Betrachten von roten Teppich Beschreitungen verspürt. Das ist eine BussiBussiSociety Geschichte, die bei manchen scher auch mit Spaß verbunden (und deswegen herzlich gegönnt meinerseits) ist, aber Zauber nur dann entfaltet würde, wäre sie von Falco in einem bissigen Song verarbeitet worden.
Also für mich ist das ein Auflauf, schwummriges Mischmasch, das vielleicht ganz gut sein kann, in dem man aber sich nicht etwas essentielles herauszieht. Und natürlich habe ich nicht gesagt, dass für alle Platz sei und jeder "das Recht habe über den Teppich zu latschen" - natürlich haben nur die Leute das Recht über den Teppich zu latschen, die zu der Veranstaltung eingeladen wurden. Es macht vielleicht Sinn manches basisdemokratisch zu entscheiden, aber die Vergabe von Veranstaltungseinladungen zur lola ist sicher nicht der Fall. Lola ist wohl eher eine Art Firmenfeier der Branche zu der man einfach mal alle einladet als ein hoch glamouröses Happening bei dem die Einladung als besondere Auszeichnung zu sehen ist.

Und das ABC-Kastensystem, das ich kritisiert habe: Es ist weder klar was da beurteilt wird (Prominenz oder Starappeal oder Bekanntheit im Metier oder Können im Metier usw.) noch wie beurteilt wird (anhand welcher Kriterien, wie werden diese gewichtet) . Das ist doch immer nur eine willkürlich getroffene und subjektive Einteilung. Deswegen ist das einfach nur sinnentleert diese zu treffen.

Wenn es jemand schafft so ein Bewusstsein, das du beschreibst, in mir auszulösen, dann ist meine Reaktion eher ein "das isses! Nice!" als ein "oh yeah A-Promi, jetzt schaue ich mir ein paar society photos von der Person an.
Zufällig ein Schlingensief gewidmetes Bild von Patti Smith einer Austellung entdecken vs. Bilder von Super-Promi anschauen: 1:0 für den Moment des zufälligen entdecken des Bildes.
Oder anders: der Künstler selbst ist für mich eigentlich nur Clark Kent, nur wenn superartpower eingesetzt wird (also das Supermantrikot zu Vorschein kommt), bewundere ich ihn oder sie.

Ich wünschte übrigens, ich hätte die superpenpower meine Gedanken small&sexy in einen knappen Satz zu packen, aber es st montag Vormittag und dadurch bin ich arg gehandicapped.

Steht schon seit Jahren auf meiner Wunschliste und bleibt mir üblicherweise auch die restlichen Wochentage verwehrt. Nur sehr ab und zu - und eigentlich immer nur unangestrengt - gelingen dichte, treffende und schöne Formulierungen die einen auch selbst glücklich machen.

Ansonsten: full support ;)

Wolfgang
30.04.2012, 15:19
...auch in mehreren ätzen immer noch sexy.

So ätzend find ich den gar nicht (den Beitrag)...:)