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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gewinnen wir den ESC?



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Morillo
17.05.2017, 22:45
Unter 100 Liedern gibt es evtl. eines, mit dem sie nicht gewonnen hätte. ;)


Ich bin da anderer Ansicht. Ich glaube der Sieg war nur in eben dieser Lena/Satellite-Kombination möglich. Mit Bee oder Love Me wäre vielleicht auch ein Platz ziemlich weit vorne möglich gewesen, aber der Sieg eher nicht. Satellite war meiner Meinung nach eindeutig prickelnder als vorgenannte Songs. Ich denke Lied/Interpretin/Auftritt hatten jeweils einen ziemlich gleichberechtigten Anteil am Endergebnis. Das Lied war prickelnd, die Interpretin war prickelnd, der Auftritt war prickelnd. 2017 hat leider rein gar nichts geprickelt, nicht der Song, nicht der Auftritt und nicht die Interpretin und das hat sich dann auch im Ergebnis niedergeschlagen.

Dass Lena den ESC nicht mit egal welchem Lied gewinnen kann, hat sich 2011 gezeigt. TBAS war eher nicht so ganz ESC-tauglich. Natürlich sprach 2011 auch die Ausgangssituation eher gegen Lena, aber auch wenn sie mit TBAS das erste Mal beim ESC teilgenommen hätte, wäre die Platzierung wohl mehr oder weniger diesselbe gewesen.

j_easy
17.05.2017, 22:52
Ich möchte TBAS und die dazugehörige Inszenierung, sowie Video und Live Auftritte damit, nicht missen. Hätte es sonst die Kondomdösen Silberfischchen gegeben? :zahn:

esiststeffen
17.05.2017, 23:03
Ganz unabhängig vom Glücksfall Lena halte ich die ausführliche Variante à la USFO auch für die aussichtsreichste (und wundere mich ohnehin, daß nicht auch unter dem Aspekt der Programmgestaltung dem Vorentscheid viel mehr Raum eingeräumt wird, ist denn das sonstige Programm der ARD/des NDR soviel besser, quotenträchtiger oder preiswerter?).
Damit scheint mir eine ordentliche Plazierung jedenfalls sehr viel wahrscheinlicher als mit den Sparversionen der letzten Jahre. Neben der größeren Chance auf eine gründlichere und somit sachgerechtere Entscheidungsfindung ist dabei in der Tat die genannte längere Zeitspanne der Aufmerksamkeit für die Kandidaten von großem Vorteil, auch ohne einen lenaesken Urknall.
Und man sollte natürlich junge, unbekannte Kandidaten nehmen, ist doch auch viel spannender. Und wieviele etablierte (und brauchbare!) Künstler würden sich eine Bewerbung nach den vielen Pleiten und dem Theater um Xavier Naidoo wohl noch antun?
Genau das (eine mehrteilige und ausführliche Castingshow mit lauter unbekannten Künstlern) hat man ja nach Lena noch genau ein einziges Mal versucht, nämlich 2012 bei USFB. Das war dann allerdings ein derartiges Quotendesaster, dass ProSieben die Reißleine gezogen hat und ab 2013 wieder aus der Kandidatenfindung ausgestiegen ist, und die ARD das Konzept allein offenbar nicht mehr stemmen konnte oder wollte. Natürlich kann man für das damalige Scheitern dieser Sendung vielschichtige Faktoren anführen (die relative Farblosigkeit aller Kandidaten; die Kopfgeburt mit der Blitztabelle; und vielleicht auch eine generelle Castingshow- und ESC-Übersättigung des Publikums) ..... aber Fakt ist trotz alledem: Auch wenn den damaligen Sieger Roman Lob seinerzeit zumindest im eigenen Land immer ein wenig die Aura eines austauschbaren Langweilers umwehte – er hat es beim ESC auf den achten Platz geschafft. Etwas, das weder seinen bereits international etablierten unmittelbaren Nachfolgern Cascada noch den Newcomern Elaiza, Ann Sophie, Jamie-Lee und Levina auch nur ansatzweise gelungen ist. Iiiiiirgendwas scheint man im Hause USFB also doch richtig gemacht haben, was man mit allen seither vom NDR gekürten Nachfolgern falsch gemacht hat ;)


Zu TBAS: Ich halte es immer für ein wenig müßig, da zu spekulieren, was gewesen wäre, wenn – ich könnte mir aber schon vorstellen, dass im Fall, dass TBAS ihr erster ESC-Auftritt gewesen wäre, auch eine gute bis sehr gute Platzierung dabei rausgesprungen wäre.

vampire67
17.05.2017, 23:07
Ich erhöhe ;) Song 90%
Und ich erniedrige auf 10% ... höchstens :kicher:

https://www.youtube.com/watch?v=unIuCq_Zq3c&feature=youtu.be&t=675

Mehr braucht man zum geseiere über den anteil des songs echt nicht mehr zu sagen :hmm:


Genau das (eine mehrteilige und ausführliche Castingshow mit lauter unbekannten Künstlern) hat man ja nach Lena noch genau ein einziges Mal versucht, nämlich 2012 bei USFB. Das war dann allerdings ein derartiges Quotendesaster, dass ProSieben die Reißleine gezogen hat und ab 2013 wieder aus der Kandidatenfindung ausgestiegen ist, und die ARD das Konzept allein offenbar nicht mehr stemmen konnte oder wollte. Natürlich kann man für das damalige Scheitern dieser Sendung vielschichtige Faktoren anführen (die relative Farblosigkeit aller Kandidaten; die Kopfgeburt mit der Blitztabelle; und vielleicht auch eine generelle Castingshow- und ESC-Übersättigung des Publikums) ..... aber Fakt ist trotz alledem: Auch wenn den damaligen Sieger Roman Lob seinerzeit zumindest im eigenen Land immer ein wenig die Aura eines austauschbaren Langweilers umwehte – er hat es beim ESC auf den achten Platz geschafft. Etwas, das weder seinen bereits international etablierten unmittelbaren Nachfolgern Cascada noch den Newcomern Elaiza, Ann Sophie, Jamie-Lee und Levina auch nur ansatzweise gelungen ist. Iiiiiirgendwas scheint man im Hause USFB also doch richtig gemacht haben, was man mit allen seither vom NDR gekürten Nachfolgern falsch gemacht hat ;)
Ich denke das hat damit zu tun das bei Pro7 ein anderes (jüngeres) publikum sitzt.
Vor der ARD sitzt praktisch kein junges publikum mehr beim hauptprogramm. So bekommt man halt den altbackenen geschmack der schlagerfans zu spüren. Das endet praktisch nie mit ner kontroversen entscheidung, eher nem langweiligen mutlosen faulen kompromiss a la Mutti.
Und demographisch wird das eher schlimmer in zukunft.

Eulenspiegel
17.05.2017, 23:14
Und ich erniedrige auf 10% ... höchstens :kicher:

https://www.youtube.com/watch?v=unIuCq_Zq3c&feature=youtu.be&t=675

Mehr braucht man zum geseiere über den anteil des songs echt nicht mehr zu sagen :hmm:

Das ist erst einmal nur eine Behauptung, wobei ich mit meinen "Geseiere" (tolles Argument @vampire67 ) die Statistik auf meiner Seite habe.

Eulenspiegel
17.05.2017, 23:19
Nee, da ist weder etwas dazwischengekommen, noch hat man das Gegenteil gemacht. Sondern das Ergebnis war genau das, was herauskommt, wenn man, wie Du es für richtig hältst, etwas erzwingen will. Gib in die ESC-Song-Suchmaschine "Erzwingen" ein, und sie spuckt Dir Perfect Life und Wildfire aus.



Das mit der Universal-Promo ist schon ein waschechtes Trauma von Dir, oder? Hattest Du mal Beef mit denen? Und selbstverständlich sind Jurys auch nicht überflüssig (auch wenn ich die diesmal, pace Lena, auch nicht so toll fand), sondern waren z.B. bei USFO ein durchaus unterhaltsames Showelement. Natürlich denke ich hier v.a. daran, wie die Juroren alle irgendwie versucht haben, für das Phänomen Lena die passenden Worte zu finden, da kam ja auch einiges Legendäres bei heraus und hat natürlich mit zum "Star Building" beigetragen.

Wir hatten ein ähnliches Gespräch ja schonmal letztes Jahr: Du lässt bei all Deinen Argumenten völlig außen vor, dass der gesamte ESC inkl. der Vorentscheide vor allem und in erster Linie Fernsehunterhaltung ist. Du scheinst dafür eher noch weniger Sinn zu haben als der NDR-Unterhaltungschef ;).

ja unterhaltsames Showelement, aber an musikalischem Input kam doch bei Jurys noch nie etwas

und nein Herr Schreiber hat keine Songs gesucht, doch bei Musik KIK...

und wenn Fernsehunterhaltung, dann möchte ich nicht mit Trash belästigt werden

LilyHydrangea
17.05.2017, 23:48
Genau das (eine mehrteilige und ausführliche Castingshow mit lauter unbekannten Künstlern) hat man ja nach Lena noch genau ein einziges Mal versucht, nämlich 2012 bei USFB. Das war dann allerdings ein derartiges Quotendesaster, dass ProSieben die Reißleine gezogen hat und ab 2013 wieder aus der Kandidatenfindung ausgestiegen ist, und die ARD das Konzept allein offenbar nicht mehr stemmen konnte oder wollte. Natürlich kann man für das damalige Scheitern dieser Sendung vielschichtige Faktoren anführen (die relative Farblosigkeit aller Kandidaten; die Kopfgeburt mit der Blitztabelle; und vielleicht auch eine generelle Castingshow- und ESC-Übersättigung des Publikums) ..... aber Fakt ist trotz alledem: Auch wenn den damaligen Sieger Roman Lob seinerzeit zumindest im eigenen Land immer ein wenig die Aura eines austauschbaren Langweilers umwehte – er hat es beim ESC auf den achten Platz geschafft.

Ja, ich hab damals auch ein bisschen über USFB wegen der albernen Blitztabelle gemeckert, aber letztendlich war der achte Platz von Roman schon ziemlich respektabel. Auch wenn er nun nicht wirklich das Merkmal "kontrovers" hatte, das @vampire67 anspricht. Letztendlich war es ein eingängiger, langsamer und auch radiotauglicher Popsong, aber - und darum drehen sich ja auch schon viele Beiträge, die vorher hier gepostet wurden - er hat zu Roman gepasst.

Beim Thema Castingmüdigkeit fällt mir ein, dass USFB ja nicht nur parallel zu DSDS, sondern auch zur ersten TVoG-Staffel, die damals fast zeitgleich mit USFB endete, lief. ProSieben war ja an beidem beteiligt, aber die letzten TVoG-Folgen liefen dann bei Sat1, sodass ProSieben sich dann auf USFB konzentrieren konnte.

Und dann fällt mir generell zu dem Thema noch ein, dass die neue Single des DSDS-Gewinners (gebt es zu, ihr habt wahrscheinlich auch nicht mitbekommen, dass es mittlerweile wieder einen gibt. Es ist übrigens der Vierzehnte) gerade mal auf Platz 21 der Charts eingestiegen ist. Früher war zumindest immer ein Nummer-Eins-Hit drin, egal wie schlecht der Song war.
Irgendwann überlebt sich halt sogar DSDS mal :D Das amerikanische Original ist inzwischen nach 15 Staffeln auch eingestellt worden. TVoG scheint noch ganz gut zu laufen, zumindest lagen die Quoten der letzten Staffel so im Bereich von ~3 Millionen.

Witzigerweise hat Alphonso (der besagte DSDS-Gewinner Nummer 14) nicht einmal einen eigenen (also einen "eigenen" von Bohlen fabrizierten) Song bekommen. Stattdessen wurde als Gewinnersingle ein Cover (What Becomes of the Broken Hearted von Jimmy Ruffin) genommen. Bin einfach mal gespannt, ob der gute Mann überhaupt noch ein Album veröffentlichen darf :D

vampire67
17.05.2017, 23:59
Das ist erst einmal nur eine Behauptung, wobei ich mit meinen "Geseiere" (tolles Argument @vampire67 ) die Statistik auf meiner Seite habe.
Ne, hast du nicht. Songqualitäten sind rein subjektiv, ergo nicht beweisbar.
Fakten sind nur erfolg oder misserfolg, und die kann man nicht irgendwie begründen (kann man schon, aber eben genauso rein subjektiv wie du das tut)
Objektiver fakt ist das die fanreaktion auf Satellite erst mal ziemlich negativ war. Der song war ne enttäuschung. Was nach statistischen grundlagen gegen seine angebliche qualität spricht.
Ein klassiker dazu war Kaukers 'analyse' des songs:

https://www.youtube.com/watch?v=6aN65E1naoU

Zu Conchitas song gibts auch genug analysen die dem song alles andere als qualitäten attestieren.
Wenn man sich die siegertitel ansieht wirst du nicht EINEN finden dessen fachanalysen auch nur einigermassen sonsistent den erfolg und eine angeblich 'songqualität' korrelieren.
Es gibt zu jedem mindestens genausoviele fachanalysen die den songerfolg bzw dessen qualität nicht verstehen.

Vulgo, es kommt nix als blanke behauptungen von dir (vulgo: geseiere) mit dem du den song ins unermessliche zu heben versuchst während du den interpreten kleinzureden versuchts.
Ich wäre mal gespannt wie du das dann so mit Emily Bear oder Jacob Collier hältst, dann müsste ja jeder der ihre songs sing fast genausogut sein wie sie (zumindestens 90% ;) )

Eulenspiegel
18.05.2017, 00:13
Ne, hast du nicht. Songqualitäten sind rein subjektiv, ergo nicht beweisbar.
Fakten sind nur erfolg oder misserfolg, und die kann man nicht irgendwie begründen (kann man schon, aber eben genauso rein subjektiv wie du das tut)
Objektiver fakt ist das die fanreaktion auf Satellite erst mal ziemlich negativ war. Der song war ne enttäuschung. Was nach statistischen grundlagen gegen seine angebliche qualität spricht.
Ein klassiker dazu war Kaukers 'analyse' des songs:
https://www.youtube.com/watch?v=6aN65E1naoU

Zu Conchitas song gibts auch genug analysen die dem song alles andere als qualitäten attestieren.
Wenn man sich die siegertitel ansieht wirst du nicht EINEN finden dessen fachanalysen auch nur einigermassen sonsistent den erfolg und eine angeblich 'songqualität' korrelieren.
Es gibt zu jedem mindestens genausoviele fachanalysen die den songerfolg bzw dessen qualität nicht verstehen.

Vulgo, es kommt nix als blanke behauptungen von dir (vulgo: geseiere) mit dem du den song ins unermessliche zu heben versuchst während du den interpreten kleinzureden versuchts.
Ich wäre mal gespannt wie du das dann so mit Emily Bear oder Jacob Collier hältst, dann müsste ja jeder der ihre songs sing fast genausogut sein wie sie (zumindestens 90% ;) )

Ich wusste, dass das kommt ;) Jacob Collier hatte doch ne relativ gute Trefferquote, sein in the Early Morning dürfte etwas lang sein;) wobei aufs wesentliche gekürzt

https://www.youtube.com/watch?v=OFVVRyFH1vs

und ich behaupte einfach mal dass Into the Blue von Emily Bear, umgewandelt in einen Song, viel weiter vorne gelandet wäre, als Ann Sophie, Levina, etc. etc.

https://www.youtube.com/watch?v=FXR_fv2zPYU


Es gibt aber noch viele, viele mehr - da gibt es Songwriter in den USA, die schreiben Hit Songs in allen Genres regelmäßig, und kein David Guetta One Hit Wonder.

Im Moment liefert Taylor Swift einen Hit nach dem anderen.

Und ganz wichtig, alle diese Leute schreiben jetzt aktuelle Songs und nicht was vielleicht vor 10 Jahren mal Erfolg hatte.

vampire67
18.05.2017, 00:33
Es gibt aber noch viele, viele mehr - da gibt es Songwriter in den USA, die schreiben Hit Songs in allen Genres regelmäßig, und kein David Guetta One Hit Wonder.

Im Moment liefert Taylor Swift einen Hit nach dem anderen.

So so, ich dachte das tun ihre hitschreiber :kicher:



Und ganz wichtig, alle diese Leute schreiben jetzt aktuelle Songs und nicht was vielleicht vor 10 Jahren mal Erfolg hatte.
Komisch nur das sie mindestens genausoviel 'schrott' produzieren den keine sau hören will :hmm: