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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gewinnen wir den ESC?



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Eulenspiegel
23.05.2021, 15:11
Ich finde nicht, dass "wir" den ESC gewinnen müssen. Können es so machen wie die Engländer, deren "popkünstlerische" Reputation auch nicht von dieser Veranstaltung abhängig ist, wie das bei den meisten osteuropäischen Ländern offenbar der Fall ist.;)

Wo habe ich geschrieben, dass wir Gewinnen müssen...ich bin es einfach leid Rundfunkgebühren für Schrott rauszuschmeißen, für die das Gehalt von Losern beim NDR, die vom Musikbusiness absolut keine Ahnung haben, für Journalisten, die nur zur Zeit des ESC aus der Abstellkammer geholt werden...
Wie wäre es, den Contest als Song Contest ernst zu nehmen, endlich als Chance für gute Musik zu begreifen....als Hitmaschine.

Eulenspiegel
23.05.2021, 15:18
Da schauen über 100 Millionen Menschen jedes Jahr zu...mittlerweile weltweit...der Duncan Song hatte über 1 Mrd Streams....die Zeiten des Trash sind vorbei

Da hat man eine unglaubliche Plattform und behandelt sie wie ein Kindergarten Event

LilyHydrangea
23.05.2021, 15:34
Der Song von Duncan ist allerdings auch auf TikTok viral gegangen, dazu gehört auch Glück.

Meiner Meinung nach wird es beim ESC IMMER ein bisschen Trash geben, das gehört irgendwie dazu.

j_easy
23.05.2021, 15:44
Eines der Rezepte ist wahrscheinlich: das eigene Land sollte größtenteils hinter dem ausgewählten Act stehen. So etwas kann sich mit dem aktuellen NDR Verfahren nicht entwickeln. Natürlich auch wichtig, der Act muss sich mit dem Song und der Inszenierung wohlfühlen - das Gesamtpaket muss stimmen. Ausnahmen gibt es natürlich, wie Lena 2010, auch wenn sie später immer wieder betonte, dass Satellit ihre erste Wahl war osä.. Wichtig war hier: Song und Interpret wurden letztendlich "eine Einheit".
Im besten Fall sollte schon im Vorfeld des ESC etwas positives in die anderen Teilnehmerländer schwappen, idealerweise nicht nur innerhalb der ESC-Blase.

support4lena
23.05.2021, 15:50
Eines der Rezepte ist wahrscheinlich: das eigene Land sollte größtenteils hinter dem ausgewählten Act stehen.

Warum würde es die Siegeschancen erhöhen, wenn ausgerechnet das einzige Land hinter dem Act steht, das nicht für diesen abstimmen kann?

bates
23.05.2021, 15:53
Meiner Meinung nach wird es beim ESC IMMER ein bisschen Trash geben, das gehört irgendwie dazu.

Habe aber auch den Eindruck, dass der Trash weniger geworden ist, die Stilvielfalt dafür größer. Früher war das m.E. ja meist eine Pseudo-Stilvielfalt: Wenn Peter Urban in früheren Jahren beispielsweise was von "Hardrock" faselte, waren das aus meiner Sicht meistens immer noch typische ESC-Schlager mit ein paar lauter gestellten Gitarren. Aber die Songs von Finnland und Italien gestern waren ja wirklich ernst zu nehmende Genrebeiträge (wie gut oder schlecht man sie auch immer finden mag). Und bei den anderen Stilrichtungen empfand ich das ähnlich.

Allerdings habe ich nur ca. 10 Beiträge gesehen, beim verpassten Rest mag es also anders aussehen. (Gestern abend zog ich es nämlich wie viele Berliner*innen vor, mit Schal und Jacke im Biergarten zu sitzen, und kam erst zur Punktevergabe nach Hause. Hinterher habe ich mir dann die Auftritte angeschaut, die den Berichten nach am interessantesten klangen.)

Eulenspiegel
23.05.2021, 15:57
Der Song von Duncan ist allerdings auch auf TikTok viral gegangen, dazu gehört auch Glück.

Meiner Meinung nach wird es beim ESC IMMER ein bisschen Trash geben, das gehört irgendwie dazu.

Wieso? Der ESC unternahm immer Wandlungen...nur Trash um des Trash Willens ist doch Schwachsinn...da werden jedes Jahr Zig Millionen in eine Show für Trash rausgepulvert....eine Show, die die Grammys, Brit Awards, die Oscars von der technischen Professionalität, wie Amateure aussehen lässt.

Warum nicht endlich das Potential nutzen...endlich erwachsen werden.

j_easy
23.05.2021, 16:05
Warum würde es die Siegeschancen erhöhen, wenn ausgerechnet das einzige Land hinter dem Act steht, das nicht für diesen abstimmen kann?

Ich kann es nicht statistisch nachweisen, es ist ein Bauchgefühl. Warum sollten andere den Beitrag gut finden, wenn er im eigenen Land kaum Resonanz erzeugt.
Ein allgemeines Rezept scheint es nicht zu geben. Aber vielleicht können sich die Verantwortlichen anschauen, was Frankreich, Italien, oder auch Island, Litauen anders machten.
Das mit Jendrik war eine Wette auf ihn als möglichen Sympathieträger und auf eine Inszenierung als Gegensatz zu anderen Acts. Die Wette ging aber nicht auf. Der Funke sprang nicht über, weder auf die Juries, noch auf das abstimmende Publikum. Der deutsche Beitrag fiel entweder zu stark aus dem üblichen Rahmen oder war für viele schlichtweg unverständlich oder "zu penetrant" in seiner Aussage.

earplane
23.05.2021, 16:18
Man kann sich ja nochmal den auftritt von Italien ansehen, quasi als Lehrvideo.

https://www.youtube.com/watch?v=RVH5dn1cxAQ
Das ist ein wirklich guter Rock-Song. Präsentiert von einer echten Rock-Band.
Der Sänger geht gleich von Anfang an direkt auf die Kamera ein, baut sofort eine Beziehung mit dem Publikum auf. Jeder auf der Bühne hat eine Funktion. Alle werden gezeigt aber der Fokus bleibt immer auf dem Sänger. Es gibt genau das richtige Maß an Bewegung auf der Bühne. Nicht chaotisch, nicht zu statisch, nicht zu choreographiert.

Dann überlegen wir mal warum Lena das Publikum begeistert hat. Wegen Deutschland oder NDR? Wegen Newcomer? Wegen Raab? Wegen Hype? :ironie:

Oder vielleicht weil Satellite ein wirklich guter fröhlicher Pop-Song war . Präsentiert von einer fröhlichen jungen Pop-Sängerin.
Sie geht gleich von Anfang an direkt auf die Kamera ein, baut sofort eine Beziehung mit dem Publikum auf. Der Fokus bleibt immer auf der Sängerin. Es gibt genau das richtige Maß an Bewegung auf der Bühne. Nicht chaotisch, nicht zu statisch, nicht zu choreographiert.

vampire67
23.05.2021, 16:30
Ich kann es nicht statistisch nachweisen, es ist ein Bauchgefühl. Warum sollten andere den Beitrag gut finden, wenn er im eigenen Land kaum Resonanz erzeugt.
Ein allgemeines Rezept scheint es nicht zu geben. Aber vielleicht können sich die Verantwortlichen anschauen, was Frankreich, Italien, oder auch Island, Litauen anders machten.

Dumme frage: hat man denn ausser bei den Schweden irgendwas von begeisterung für den eigenen ESC beitrag von einem der anderen ländern mitbekommen?

Was ist mit titel wie Texal Lightnings No No Never?
Wo war da die wirkung?

Ich denke der ESC ist viel glück, viel persönlichkeit und auch ne gehörige portion politik.
Raab hatte ein händchen nicht nur den star, sondern auch kontakte den star auch im ausland publik zu machen.
Die ESC woche und die einbeziehung ausländischer acts sorgte dann für die entsprechende publicity, grade in nordeuropäischen ländern.

Natürlich braucht man auch einen star der die rolle ausfüllt.
Aber bezüglich kritik hatte auch Lena ihren teil der üblichen 0 punkte unken und hater. Lena brachte einfach ihrer eigenen fans mit, deshalb fiel das nicht so auf.
Wo Raab gut drin ist ist die begeisterung die er dazu braucht auch zu erzeugen und entsprechend zu promoten, auch ins ausland.