
Zitat von
Muenzi
Sie hat es gehofft, aber sie war sich nicht sicher. Das sieht man vor allem beim Newcomer-Echo mehr als deutlich. Aber es kann ja immer was dazwischen kommen. Irgendeine Argumentation, weswegen jemand anders als bester Newcomer gesehen wird. Den Preis hast Du erst sicher, wenn er verkündet wird. Und dann stehst Du doch plötzlich auf der Bühne, hast Dir vielleicht was überlegt.. und bist ganz wirr im Kopf.
Und wie Lena mit diesen Situationen umgeht, finde ich einfach nur genial, genial, genial. Sie bleibt nämlich bei sich. Sie verdrängt nichts. Wenn sie verwirrt ist, dann erzählt sie uns davon. Von ihrem Herzklopfen und von ihren zitternden Händen. Sie ist dann so offen und ungeschützt. (Und spricht wie bei Rolwin meinen Beschützerinstinkt an..) Und dann teilt sie uns einfach ihre ganze Aufregung mit in der Art, wie sie sie sich bedankt. Und dann kommt da so ein unverschämter Heini und ruft deutlich hörbar "aufhören" hinein. Eine unglaubliche Frechheit. Und Lena läßt sich davon nicht beeindrucken, weil sie ganz bei sich bleibt, das ganze aufnimmt und einfach aufhört. Mit einem riesigen Freudenschrei.
Vielleicht hat der eine oder die andere diesen Blick auf Lena irgendwie verloren. Was sie so einzigartig macht, ist, wie sie Gefühle transportieren kann. Und zwar deswegen, weil sie nicht jemand anderen darstellt, sondern weil sie ganz sie selbst ist. Das hat Marius Müller Westernhagen bei ihrem ersten Auftritt schon erkannt:"Wenn Du nicht versuchst jemand anders zu sein, sondern wenn Du wirklich Du selbst bist, dann werden die Menschen Dich da auch lieben, weil sie Dich spüren, weil sie Dich ganz tief spüren...."
So war sie und so ist sie. Natürlich hat sie sich verändert. Wahnsinnig toll verändert. Aber in genau dem bleibt sie, wie sie ist. Sie zeigt sich uns ganz offen. Mit all ihren Gefühlen. In dem jeweiligen Moment. Ganz offen, ganz schutzlos. So offen und schutzlos dass man es kaum glauben mag. Und deswegen trifft sie mich immer wieder mitten ins Herz. Und nicht nur mich.