Tut mir leid, aber dann verstehst du nichts von Sport/Leistungssport.This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
Wenn die Wissenschaft neue Erkenntnisse gewinnt und Trainingsmethoden entwickelt, um auf legalem Weg die Leistung zu steigern, ist das natürlich kein Doping. Das von dir gewählte Beispiel der Strömungsanalyse ist kein Doping. Es wird analysiert, wie sich der Sportler schneller und effizienter durch das Wasser bewegen kann. Umsetzen muss es der Sportler selbst, während des Wettbewerbs ist er auf sich selbst gestellt und setzt er seine Trainingsergebnisse nicht richtig um, wird er verlieren.
Ob die Entwicklung der Trainingsmethode teuer oder preiswert, aufwendig oder simpel ist, spielt keine Rolle. Da ziehst du die Grenze an einer völlig falschen Stelle.
Auch kann die Wissenschaft zu neuen Techniken und Rekorden führen. Im Hochsprung kam man von der Frontalhocke, über den Scherensprung zum heutigen Flopsprung. Im Skispringen versuchte man es mit dem Parallelsprung, wahlweise mit Ruderarmen, ausgestreckten oder angelegten Armen, bis ein Schwede den V-Stil etablierte. Das ist nicht verboten, weil es auf das Können des Sportlers ankommt. Versagt er bei der Ausführung, wird er nicht gewinnen.
Falls die Wissenschaft das Material verändert, muss eine Kommission entscheiden, ob es sich innerhalb der Regularien verändert hat. So wurden im Skispringen vor ein paar Jahren die Anzüge der Österreicher verboten, weil sie die Auflagefläche im Wind vergrößert haben und bei gleichen Verhältnissen weiter springen konnten. Auch beim Schwimmen wurden Anzüge verboten, weil sie den Wasserwiderstand erheblich verringerten.
Bei der Medizin ist das schwerer zu beurteilen. Grundsätzlich sind Blutanalysen nicht verboten. Auf Grundlage der Ergebnisse kann man Trainings- und Ernährungspläne erstellen, damit der Sportler sich gezielt vorbereiten und seine Höchstleistungen erbringen kann. Wohlgemerkt rede ich von Ernährungsplänen, also der Aufnahme von richtiger Nahrung. Das heißt also nicht, dass man die körperliche Verfassung durch Nahrungsergänzungsmittel mit Methylhexanamin und solchem Zeug oder EPO oder mit anderen Mitteln (Höhentraining auf Höhe des Meeresspiegels) optimieren darf. Was verboten ist, ist den Sportlern, Trainern und Verbänden bekannt und die Listen werden ständig aktualisiert. Ist sich bspw. Evi Sachenbacher nicht sicher, ob sie ein legales Mittel verwendet, muss sie nachfragen bei den entsprechenden Stellen. So machen das andere Sportler auch, wenn sie krank sind und Medikamente verwenden müssen. Tut sie oder ihr Trainer das nicht, müssen sie mit Konsequenzen rechnen. Nicht mit dummen Kommentaren bei Facebook oder anderswo, denn sowas unterstütze ich grundsätzlich nicht aber immerhin mit negativer Presse und angemessener Enttäuschung von ihren Fans.



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