Ich war ja leider nicht in Düsseldorf (was ich immer noch bereue ) und war damals auch noch nicht ganz so Lena-verrückt wie jetzt, aber doch schon ziemlich ... aber eben noch nicht im Forum .
Aber trotzdem war ich total im ESC-Fieber und habe mir die Lieder vorher angehört usw. um mich auszukennen. Und dann kam ja die große ESC-Woche... Das Problem war (das klingt jetzt echt ziemlich doof, aber das war irgendwie wirklich ein Problem ), dass wir freitags in dieser Woche Geschichte geschrieben haben (jedenfalls habe ich das angenommen, später wurde sie dann verschoben ) und man da immer sehr viel lernen muss.... Jedenfalls habe ich ca. 1-2 Wochen vor der ESC-Woche zufällig die Termin-Seite von diesem Forum hier gefunden. Da war ich dann plötzlich total aufgeregt, als ich gesehen habe, wie oft Lena im Fernsehen zu sehen ist. Ich hab mir dann einen Plan gemacht, alle Termine die dort standen auf ein Blatt geschrieben, jeder Tag hatte eine Spalte (ich habe das Blatt immer noch ). Dabei stellte sich dann heraus, dass fast keine Freizeit mehr übrig blieb , aber das war mir dann egal. Manche SAchen kamen auch ganz spät, aber ich wollte trotzdem unbedingt alles sehen. Das hieß allerdings, dass ich in dieser Woche wohl kaum lernen konnte... also habe ich über 2 Wochen vor der Arbeit mit lernen angefangen. In der Woche habe ich dann so einige Sachen ausfallen lassen (den freiwilligen Sport z.B., den ich gemacht habe ) hab mich immer richtig beeilt um dann noch rechtzeitig zu Hause zu sein, um die Sachen alle sehen zu können. Ich war dann manchmal noch spät in der Nacht wach, um Eurovision total zu schauen, habe Sachen mit meinem Foto vom Fernseher abgefilmt, weil wir nichts aufnehmen konnten.... Die Sachen, die ich nicht im Fernsehen gesehen hatte, habe ich mir dann auf Youtube angeschaut. Nur die beiden Halbfinals habe ich nicht gesehen, weil ich noch nicht wissen wollte, wie sich die Länder im Finale dann präsentieren.
Und dann kam das Finale.... Ich habe morgens spontan beschlossen, den ganzen Tag über kurze (mehr oder weniger ) Videos zu drehen, über irgendwas, was an diesem historischen Tag passiert. Ich habe dann irgendwann eine Deutschlandfahne, die ich noch zu Hause hatte, mit "Lena <3" beschrieben und mir den Arm mit "12 Ponits" und sowas "tätowiert". Irgendwann mittags kam dann die Freundin meiner kleinen Schwester, die übernachten würde. Ich habe Radio gehört, um zu hören, ob dort etwas über den ESC berichtet wurde. Am Abend kam dann noch die Freundin meiner Mutter mit ihrer Tochter, zum mitschauen. Ich war den ganzen Tag schon aufgeregt gewesen, aber am Abend war es dann echt schlimm. Aber ich habe trotzdem versucht, die Show zu genießen. Die Eröffnung war dann ja sowas von genial, und wir alle fanden das richtig geil. Aber irgendwann hat man dann gemerkt, dass die Freundin meiner Mutter ziemlich schlecht drauf war... Sie hat ständig irgendwas bemängelt und an Liedern rumgemeckert, die wir anderen mochten. Als Lena dann kam, war ich richtig aufgeregt und habe ihr total die Daumen gedrückt. Meine Schwester und ihre Freundin haben auch total mitgefiebert. Lenas Auftritt war dann einfach nur genial und hat mir mal wieder gezeigt, wie 100000000mal besser ich das finde, als alles andere. Aber nein, die Freundin meiner Mutter war natürlich wieder nicht zufrieden. "Was ist denn mit der Lena heute los, die kann ja heute gar nicht singen." Und das war ja wirklich einfach nur eine bescheuerte Aussage, weil der Auftritt einfach nur SO mega gut war. Mit meiner am Mittag bemalten Fahne sollte ich auch nicht rumwedeln, weil das angeblich genervt hat und das jubeln hat anscheinend ihre Tochter beim schlafen (ja, die wäre fast eingeschlafen ) gestört. Bei der Punktevergabe war ich dann auch ein bisschen verwundert, dass so wenige Punkte kamen, aber am Ende waren es dann ja doch nicht so wenige, das kam mir wahrscheinlich nur so vor, weil ich die vielen Punkte vom Vorjahr gewohnt war. Am Ende wusste ich dann ehrlich gesagt nicht wirklich, was ich denken sollte... 10. Platz war schon OK....aber ich war einfach ein bisschen traurig, dass ich den Abend nicht so richtig genießen konnte, weil eben die Freundin meiner Mutter so sche drauf war und mir damit das irgendwie versaut hat. Zum Glück kam danach noch das Interview mit Lena, in dem sie gesagt hat, wie glücklich und erleichtert sie ist, und so hat sie auch gewirkt. Und das hat mich dann wieder total aufgemuntert.
Damals war mir das gar nicht so klar, wie anstrengend das alles für Lena gewesen sein muss. Aber sie hat es alles überstanden, ohne durchzudrehen. Das ist echt toll, und ich glaube, das hätte ich so nicht geschafft.


Ich hoffe, das interessiert jetzt überhaupt irgendjemanden, weil das ja eher eine persönliche Geschichte ist... aber ich lese sowas immer gerne.