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Aber auch die Figur Kim gefällt mir außerordentlich. (Junge Junge, was die ihm alles durchgehen lässt, wie sie in letzter Instanz immer treu zu ihm hält. Doch weder ein Dummchen noch eine Heilige, selbst in derben Widersprüchen gefangen. Klasse gezeichnet und gespielt!)
Kim ist super (und von Rhea Seehorn fantastisch gespielt). Und ja, ein wandelnder Widerspruch. Einerseits macht sie Jimmys kriminelle Ader ja ganz unzweideutig an (manchmal zumindest). Andererseits nimmt sie's am Ende mit Werten und Ethos dann doch deutlich ernster als er (über die Szenen, die mir da gerade vorschweben, kann ich wg. Spoilergefahr leider nicht schreiben). – Ich finde überhaupt die Beziehung der beiden sehr interessant, ziemlich abseits üblicher romantischer Bahnen und "Pärchen"-Klischees. Zunächst werden sie ja als befreundete Kollegen eingeführt; dass sie ein Paar sind, hab ich, glaub ich, sogar erst verspätet gecheckt (müsste dafür nochmal von vorne schauen). Aber irgendwie sie sind dann ja immer alles zugleich: Kollegen, gute Freunde, ein Liebespaar. Auf eine Art autonom und fast distanziert, aber dann doch sehr innig verbunden (und aufeinander abfahrend). Breaking Bad hatte ja immer noch die klassische amerikanische Kleinfamilie im Mittelpunkt, das kommt hier praktisch gar nicht vor.


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Detail-Extrapunkt: Die indirekte Gegenüberstellung in der vierten Staffel "Möchtegern-Aushebungsspezialist vs. Kraut-Aushebungsspezialist". So wie Werner Ziegler eingeführt wird, so großartig, wie Rainer Bock diese Figur spielt, die zum ersten Mal die Baustelle begutachtet und dabei im englischen Original auf Deutsch "Scheiße! Wie soll das gehen!" flucht: Ganz groß!
Nur soviel: Bei dem Strang kommt noch was auf Dich zu. - Rainer Bock habe ich übrigens gerade in der ziemlich durchgeknallten Netflix-Serie Freud wiedergesehen, wo er eine tragende Nebenrolle als Sigmunds autoritärer Chef hat.