Zitat Zitat von Doktor Landshut Beitrag anzeigen
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Zwar war mir damals Erazerhead und Blue Velvet bereits bekannt, eine Affinität zu seinem Werk und Begeisterung für D. Lynch hatte ich dann aber erst bei den späteren Kinofilmen entwickelt.
Heute gehört er zu meinen Favoriten.
Eraserhead und Blue Velvet sah ich kurz hintereinander in einem studentischen Filmclub in Marburg (das muss 1993 gewesen sein). Beide haben mich völlig weggeblasen, etwas Vergleichbares insbes. wie Eraserhead hatte ich noch nie gesehen. Meinen Begleiter:innen ging es wie mir, wir mussten hinterher erstmal ein paar Schnäpse kippen, um diesen kranken Shit zu verdauen – passenderweise in einem Schuppen namens "Delirium" (gibt's noch heute). Danach war ich glühender Lynch-Fan und blieb es einige Jahre – kaum einen Kinostart habe ich je so fiebernd erwartet wie den von Lost Highway. Ausgerechnet Mulholland Drive kam dann aber in einer Zeit, in der ich (nach jahrelanger Dauerbeschäftigung mit seinem Werk) langsam Lynch-müde wurde. Deshalb habe ich die Qualität dieses Films erst gar nicht erkannt, damals kam er mir vor wie Lost Highway 2.0. Dabei ist er viel besser. Ich kann jeden verstehen, der ihn für sein Meisterwerk hält – aber mein persönlicher Lieblingsfilm von ihm bleibt trotzdem Blue Velvet. Für mich enthält er alles, was Lynch ausmacht, in a nutshell.

Zitat Zitat von Doktor Landshut Beitrag anzeigen
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Und finde es schade, dass da nix Neues mehr von ihm kommt.
Sein bislang letztes Werk war allerdings nochmal ein Monolith: die dritte Twin-Peaks-Staffel.

Zitat Zitat von blaufink Beitrag anzeigen
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Ich hatte die Serie bei der deutschen Erstausstrahlung gesehen und war zunächst absolut begeistert. Ich erinnere mich an eine Szene aus der ersten oder einer der ersten Folgen, in der Special Agent Cooper mit der Pinzette ein Projektil aus einem Körper entfernt und bemerkt, dass am Projektil eine Fliege klebt. Das Projektil hatte zuerst die Fliege, dann den Menschen getroffen. Das war zwar völlig belanglos für die Ermittlungen, aber diese absurden Details machten einen Teil des Besonderen aus, mit der sich Twin Peaks von den damals üblichen Fernsehserien abhob.
Das ist im Pilotfilm der zweiten Staffel. (Die erste endete mit dem Cliffhanger, dass Cooper in seinem Hotelzimmer niedergeschossen wurde.)


Zitat Zitat von blaufink Beitrag anzeigen
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Ich hatte mir damals sogar das Tagebuch der Laura Palmer gekauft, das in der Serie eine gewisse Rolle spielte und im Buchhandel ein Bestseller wurde. [...] Daneben ein zweites: „FBI-Agent Dale B. Cooper – Mein Leben, meine Aufzeichnungen“.
Haha, die beiden Schwarten habe ich auch. Das ist wirklich ziemlicher Trash, aber ganz unterhaltsam .


Zitat Zitat von j_easy Beitrag anzeigen
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Bei mir kommt meine Ostvergangenheit dazu. Wir konnten in Berlin zwar "Westfernsehen" empfangen und sehen, aber ganze Serien zu verfolgen stand nicht immer auf dem Plan. (OT: Wir schauten gern die Science-Fiction am WE).
Als Twin Peaks im dt. TV kam, gab's die DDR aber nicht mehr .