Zitat Zitat von Doktor Landshut Beitrag anzeigen
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In meiner Erinnerung sprach schon früh vieles dafür, dass Lena überhaupt nicht besonders zufrieden war mit der Entscheidung und ich nehme an, die Zusage erfolgte sozusagen im Rausch des ESC-Sieges und übernächtigten Zustand bei der Pressekonferenz. In dieser Phase war sie sicher auch nicht fähig, sich einer Autorität wie Raab und Co. zu widersetzen.
Alles was dann folgte, machte auf mich in meiner Einschätzung einen höchst ambivalenten Eindruck. Ich denke da zB. an die Show mit der Songauswahl, das Treffen mit Caspar und andere mediale Präsenzen, die sie nach meinem Eindruck eher bedrückt, teilweise deutlich schlecht gelaunt und ohne erkennbare Begeisterung absolvierte. Nur selten zeigte sich die Unbekümmertheit, die anfangs ihren Charme ausmachte. Sie schien nur noch zu funktionieren, business as usual.
Das missglückte Interview mit Elstner wirkte auf mich wie der Höhepunkt einer Genervtheit, die sicher nicht nur durch die Anspannung vor dem Autritt in Düsseldorf versúrsacht war. Ist aber nur so ein Gefühl, man weiß es natürlich nicht.
Wenn sie das heute bestätigt, würde ich nicht daran zweifeln, dass ihr der Stress und der Druck der an sie gerichteten Erwartungen einfach zuviel waren.
Ich stimme zu dass es in den Monaten und Jahren nach Mai 2010 viele Anzeichen gibt dass sie mit der Entscheidung (bzw. manchen Folgen der Entscheidung, wie den Attacken in (Teilen) der Presse vor dem ESC 2011) überhaupt nicht zufrieden war.

Das ist aber alles keine Evidenz dafür, dass sie die Entscheidung im Mai 2010 nicht gut fand oder dagegen war, dass Raab sie überredet hat, etc. Im Gegenteil, auf mehr als einer Pressekonferenz in den Tagen nach dem Sieg in Oslo war sie deutlich positiv gegenüber der Idee eingestellt, noch einmal anzutreten.