Seite 29 von 29 ErsteErste ... 19272829
Ergebnis 421 bis 428 von 428

Thema: Amazon Prime, Netflix & Co.

  1. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #421
    so very cautious
    Registriert seit
    18.06.2010
    Beiträge
    13.845

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Gerade Stranger Things 5 durchgebingt. Nun fehlt nur noch eine Folge, die wird am 1. Januar veröffentlicht, und dann ist Schluss. Und wenn man mich fragt, ist das auch gut so. Immer überdrehter, immer überladener, immer mehr Hauptfiguren treten sich auf die Füße (ein paar Staffeln mehr, und ganz Hawkins würde zu der Clique gehören) ... es ermüdet langsam. Als Popcorn-TV zwischen den Jahren macht es durchaus noch Spaß, aber von dem Zauber der frühen Staffeln ist kaum noch was übrig (und dass sie die Kate-Bush-Sequenz aus Staffel 4 – vielleicht die großartigste Sequenz der gesamten Serie – nochmal recyclet haben, ist wirklich arm). Bis jetzt war nur Folge 4 nochmal ein Aufflackern zur alten Form. Mal sehen, was das Finale kann ...

    Interessant ist indessen, dass Folge 7 gerade einem "Review Bombing" ausgesetzt ist, die Bewertung auf IMDB ist im freien Fall (momentan bei 6.5). Das ist natürlich Quatsch. Die Folge ist nicht sehr stark, aber nicht wesentlich schlechter als die meisten anderen der Staffel.
    Versteckter Text:
    Angeblich liegt es an Wills Coming-out-Szene – die allerdings nicht aufgrund von Homophobie gehatet wird, sondern weil das Drehbuch diesen lang erwarteten Moment völlig vergeigt hat. Manche vermuten als Grund auch, dass die "Byler"-Fraktion der Fangemeinde – also die, die wollen, dass Will Byers und Mike Wheeler ein Paar werden – nicht ihren Willen bekommt und nun ausrastet. Whatever.

  2. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #422
    so very cautious
    Registriert seit
    18.06.2010
    Beiträge
    13.845

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Zitat Zitat von bates Beitrag anzeigen
    This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
    Mal sehen, was das Finale kann ...
    Ein perfektes Finale war es sicher nicht. Aber es war auch kein Fiasko wie bei Game of Thrones. Und die zweite und letzte Stunde, die eigentlich nur noch Epilog ist, war dann doch ein befriedigendes und versöhnliches Ende. Ertappte mich fast wider Willen beim Verdrücken des einen oder anderen Tränchens.

    Versteckter Text:
    Ein Happy-End? Oder nicht? Das Schöne ist, dass man sich das selbst aussuchen kann. Nach vielen mutlosen Entscheidungen haben die Duffers dann zum Glück doch den Schneid gehabt, das Schicksal von Eleven offen zu lassen. Natürlich, wahrscheinlich denkt sich Mike die Rettungsgeschichte bei der finalen D&D-Session nur aus. Aber ich entscheide mich mal, mich seinen Freunden (die auf einer Ebene auch wissen, dass er sich nur etwas ausdenkt) anzuschließen, und sage "I believe" .


    Bye-bye, Stranger Things.
    Geändert von bates (01.01.2026 um 13:05 Uhr)

  3. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #423
    fix your hearts or die
    Registriert seit
    12.04.2010
    Beiträge
    3.160

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Zitat Zitat von bates Beitrag anzeigen
    This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
    Mal sehen, was das Finale kann ...
    Versteckter Text:
    Ich fand es auch besser als erwartet/befürchtet . Nach der vorigen Folge hatte ich schon befürchtet, dass es eher Steve und Dustin sein werden die das Ende nicht erleben, weil der El/Kali-Plan schon so breit ausgewalzt wurde. Gut, dass es nicht so kam. Das offene Ende für El hätte für meinen Geschmack aber schon noch ein Stück offener sein können, denn Mike's Argument mit dem Militärgerät zur Superkraftunterdrückung wiegt schon schwer... wäre schon ein fettes Plothole, wenn es NICHT so ablief.
    Der finale Kampf gegen Henry/Vecna ging auch irgendwie schneller und einfacher über die Bühne, als ich mir ausgemalt hatte: Nach der Erwähnung von 'Return of the Jedi' in eine der letzten Folgen hatte ich eine Form von Redemption Arc für Henry (alà Anakin Skywalker) vermutet, erst Recht dann nach dem Reveal, dass die Wurzel des Übels eigentlich der Mindflayer ist. Und das mit dem Kopf war dann wirklich etwas Overkill.
    Dass dem Epilog dann so viel Zeit gewidmet wurde und alle wichtigen Storylines befriedigend abgeschlossen wurden fand ich aber auch gut, und auch die allerletzte Szene wirklich sehr passend zum Abschluss.

    Highlights im Cast waren für mich in dieser Staffel vor allem Sadie Sink, Joe Keery, Gaten Matarazzo, und Jamie Campbell Bower. Gerade letzterer hat richtig beeindruckend abgeliefert, finde ich.

    Ich empfehle auch die Behind the Scenes und Szenen-Breakdowns, die es auf Youtube zu jeder Folge der 5. Staffel gibt. Interessante Einblicke.

  4. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #424
    so very cautious
    Registriert seit
    18.06.2010
    Beiträge
    13.845

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Zitat Zitat von david davidson Beitrag anzeigen
    This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
    Versteckter Text:
    Das offene Ende für El hätte für meinen Geschmack aber schon noch ein Stück offener sein können, denn Mike's Argument mit dem Militärgerät zur Superkraftunterdrückung wiegt schon schwer... wäre schon ein fettes Plothole, wenn es NICHT so ablief.
    Auf Plot-Ebene betrachtet, stimme ich Dir zu – aber wenn man bei dieser Serie erstmal anfängt, nach Plotholes zu suchen, braucht man sich 2026 nichts mehr anderes vorzunehmen. In Sachen Handlungslogik konnte Stranger Things mit der Elite der Fernsehserien (mit Gilligan will ich hier erst gar nicht kommen) nie mithalten. Aber auf symbolischer Ebene finde ich das Ende absolut stimmig und wahrhaftig.

    Versteckter Text:
    Dass die Duffers große Stephen-King-Fans sind, war immer klar, und die Anlehnungen an sein Opus magnum It sind gerade in der letzten Folge immens und überdeutlich (das betrifft auch die wahre Gestalt des Mind Flayers, fällt mir gerade ein). Diesem Roman aber hat er folgendes Motto vorangestellt: "Kids, fiction is truth inside the lie, and the truth of this fiction is simple enough: The magic exists." Und seinem Erzählungsband Nightmares and Dreamsscapes stellt er sogar einen ganzen "Katechismus" an Glaubenssätzen voran, die man vor dem Lesen aufsagen soll, und die man zu "I believe the magic exists" zusammenfassen könnte. Stranger Things war immer ganz und gar aus diesem Spirit erzählt, und wenn die Freunde am Ende der Reihe nach "I believe" sagen, schließen sie daran m.E. ganz explizit an.

    Dabei wäre es unpräzise, einfach zu sagen, dass sie glauben, Eleven hat überlebt. Nein, dass sie "in der Realität" nach allem, was recht ist, nicht überlebt haben kann, ist ihnen durchaus bewusst – die "erwachsene" Sicht der Dinge. Aber sie entschließen sich, zu glauben, dass Eleven lebt und an ihrem Locus amoenus angekommen ist. Sie entschließen sich dazu, weil es ihnen Kraft gibt, weiterzumachen und weiterzuziehen – es ist der Schatz, den sie aus ihrer Kindheit mitnehmen können, die, das ist hier ja überdeutlich inszeniert, mit diesem letzten D&D-Spiel endgültig zu Ende geht. Ein kollektiver Akt der "willing suspension of disbelief", wenn man so will. Der aber ist die Eintrittskarte in fiktionale Welten schlechthin – für uns als Zuschauer von Stranger Things die Voraussetzung, uns überhaupt auf diese Welt einlassen zu können. Ob wir dann am Ende "die erwachsene Sicht" auf die Dinge mitnehmen wollen oder, pathetisch gesagt, den Glauben an Wunder – das können wir selbst entscheiden. Und das finde ich genial gelöst. Auch die "Wachablösung" am Ende – die junge Generation übernimmt, Mike schaut noch einmal zugleich wehmütig und getröstet zurück und schließt dann die Tür (zur Kindheit) hinter sich - ist toll.

    Nun aber doch noch ein Kritikpunkt zur Handlungslogik: Ich verlange gar nicht, dass in einer Serie reihenweise Hauptfiguren sterben müssen – ich würde sogar sagen, dass das zum Spirit von Stranger Things nicht passt (es ist eben weder GoT noch BB). Nein, es ist schon in Ordnung, dass (fast) alle überleben. Aber dann kann man sich eben auch die ständigen (und immer absurder werdenden) "Rettung in letzter Sekunde"-Szenen sparen (oder sie zumindest sparsamer einsetzen). Sie sind halt null spannend, weil man ohnehin weiß, es wird alles gut gehen. Die "willing suspension of disbelief" wird hier dann doch ein bisserl überstrapaziert (Der Tiefpunkt in der Staffel war hier mit der Szene im Waschkeller erreicht.)
    Geändert von bates (02.01.2026 um 10:34 Uhr)

  5. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #425
    so very cautious
    Registriert seit
    18.06.2010
    Beiträge
    13.845

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Zitat Zitat von david davidson Beitrag anzeigen
    This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
    Versteckter Text:
    Das offene Ende für El hätte für meinen Geschmack aber schon noch ein Stück offener sein können, denn Mike's Argument mit dem Militärgerät zur Superkraftunterdrückung wiegt schon schwer... wäre schon ein fettes Plothole, wenn es NICHT so ablief.

    Versteckter Text:
    Doch nochmal hierzu: Zu dem Argument mit dem Militärgerät gibt's ja schon die wildesten Diskussionen. Manche sagen, die Geräte zeigen nicht in Elevens Richtung, andere, sie könnten nicht ins Upside Down rüberwirken. Aber richtig überzeugend ist das nicht. Und interessant auch der Hinweis, dass das Nasenbluten diesmal ausbleibt. Andererseits gibt es aber auch sehr triftige Argumente dagegen, dass Kali noch am Leben und im richtigen Moment eine so mächtige Illusion erzeugen könnte. Plotholes hätten wir also hier wie dort. Und das ist in dem Fall vielleicht sogar gut so. Es bleibt eine Glaubensfrage, und ähnlich wie beim Ende der Sopranos werden sich die Leut' noch in zehn Jahren darüber die Köpfe heißdiskutieren.


    Zu den Schauspielleistungen im Übrigen Zustimmung. Sadie Sink mag ich ohnehin sehr. Auch wenn ich The Whale eher enttäuschend fand, auch in dem Film hat sie geglänzt.

  6. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #426
    Moderationsopfer :P
    Registriert seit
    06.08.2010
    Ort
    Hessen
    Alter
    58
    Beiträge
    20.270

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Interessante analyse der probleme der streamingdienste.


  7. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #427
    Schreibt wieder ...
    Registriert seit
    14.01.2011
    Beiträge
    29.443

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Zitat Zitat von vampire67 Beitrag anzeigen
    This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
    Interessante analyse der probleme der streamingdienste.

    https://www.youtube.com/watch?v=a_kXhzpjcHg
    Danke! Sie bringt es auf den Punkt. Es ist auch allgemeine Medien-Kritik. Man sollte mehr lesen. Oder ganz andere Sachen machen.
    Gleich mal den Kanal abonniert. Der ist ja recht frisch.
    Geändert von j_easy (12.01.2026 um 17:42 Uhr)

  8. zum letzten eigenen Beitrag springen | Top | #428
    so very cautious
    Registriert seit
    18.06.2010
    Beiträge
    13.845

    Standard AW: Amazon Prime, Netflix & Co.

    Zitat Zitat von vampire67 Beitrag anzeigen
    This quote is hidden because you are ignoring this member. Show Quote
    Interessante analyse der probleme der streamingdienste.

    Daran anknüpfend ein Video, das eines dieser Probleme direkt an der Entwicklung von Stranger Things festmacht (unbedingt die grässliche KI-Synchro abschalten und auf Englisch schauen):




    Kern seiner Kritik ist die sogenannte Second-Screening-Policy, die Netflix seit einiger Zeit betreibt: Drehbuchautoren sind demnach angehalten, Szenen so zu schreiben, dass sie auch für Leute verständlich sind, die eine Serie nebenher auf dem Smartphone schauen. Was natürlich dazu führt, dass Zuschauer, die eine Serie tatsächlich konzentriert schauen, in ihrer Intelligenz beleidigt werden. Im Falle der 5. ST-Staffel sind das die zum Teil wirklich hirnverbrannten "Plan-Erklär-Szenen", die im Laufe der Folgen fast zu ihrer eigenen Parodie werden. Zitat aus dem Video: "Stranger Things begann als eine Serie über Kinder, die ihre Zuschauer wie Erwachsene behandelte – und endete als Serie über Erwachsene, die ihre Zuschauer wie Kinder behandelt."

    Daneben beschreibt das Video an ein paar schönen Beispielen, worin die Stärken der ersten beiden ST-Staffeln liegen – wie man, ohne viel Worte zu verlieren, visuell erzählt ("Show, don't tell") und wie man gekonnt neue Figuren einführt. Die als Kontrast gegenübergestellten Szenen aus Staffel 5 wirken dann umso missratener.
    Geändert von bates (Gestern um 14:14 Uhr) Grund: Kommafehler

Seite 29 von 29 ErsteErste ... 19272829

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
oeffentlich