Hab gestern den Film Yesterday gesehen (zum ersten Mal). Ich mag ja die Filme von Danny Boyle sehr gerne, aber die Idee eine Parellelzeit zu kreiien, wo niemand (außer 3 Menschen) mehr die Beatles, Oasis, Zigaretten, Coca Cola und Harry Potter (sic) kennt, find ich schon sehr geil. Den noch lebenden Beatles soll ja der Film sehr gefallen haben, was Coca Cola dazu gesagt hat, dass sie in einer Parallelwelt nicht mehr existieren (sondern nur noch Pepsi) entzieht sich meiner Kenntnis. Die Neuarrangements der Beatles-Songs waren große Klasse und haben mich sehr berührt.
Dunkirk von 2017. Was war das denn bitte? Große Erwartungen wegen Christopher Nolan, noch verstärkt durch Artikel, die diesen Film als Nolans Meisterwerk gefeiert haben. Nach 30 Minuten habe ich ernsthaft erwogen abzubrechen, weil ich mich zu Tode gelangweilt habe. Das war weder ein Kriegsfilm noch sonst irgendwas. Wenn schon nicht der Krieg halbwegs realistisch dargestellt wurde, hätte ich Charakterstudien der Hauptfiguren erwartet. Aber es blieb alles oberflächlich. Oberflächliche Figuren in einer langweiligen, oberflächlichen Story, bis zum Ende.
Folgendes Zitat gibt meinen persönlichen Eindruck gut wieder:
"In einer Kritik des Guardian bezeichnete der Autor David Cox den Film als „blutleer, langweilig und hohl“. Unter anderem biete der Film dem Zuschauer keinen geschichtlichen Kontext und ignoriere Schlüsselereignisse der Rettung. Das Sterben der Soldaten sei anonym, der Schrecken des Kriegs sei nicht fühlbar. Die Verwirrungen der Chronologie würden dümmlich wirken."